Börse Tokio
Nikkei im Plus

Konjunktursorgen in China belasten die asiatischen Aktienmärkte. Nur Tokio stemmt sich gegen den Trend. Der Nikkei schafft ein Plus.
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TokioAnleger in Fernost haben sich am Mittwoch aus Sorge vor einer weiteren Konjunkturabkühlung in China mit Aktienkäufen zurückgehalten. Nach verhaltenen Industriedaten fiel in der zweitgrößten Volkswirtschaft auch das Wachstum im Dienstleistungssektor schwächer aus. Der von der Großbank HSBC und dem Institut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex fiel im Oktober auf 52,9 Punkte.

Dies ist der niedrigste Wert seit Juli, auch wenn der Index immer noch deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern liegt. Zudem belasteten negative Vorgaben aus den USA den Markt. Der MSCI-Index für die Aktien der Asien-Pazifik-Region ohne Japan fiel um 0,4 Prozent.

Gegen den Trend legte die Tokioter Börse erneut zu. Einige Anleger hätten sich allerdings zu Gewinnmitnahmen entschlossen, sagten Händler. Nach anfänglichen Verlusten ging der Leitindex Nikkei mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 16.937 Punkte aus dem Handel.

Die überraschende Ausweitung der Konjunkturhilfen durch die japanische Notenbank am Freitag hatte die Kurse in Tokio zuletzt kräftig angetrieben. Nun drückten die Probleme des Telekommunikationskonzerns Softbank mit seiner US-Mobilfunktochter Sprint auf die Stimmung. Angesichts des anhaltenden Kundenexodus bei dem T-Mobile-US -Rivalen und einem gesunkenen Quartalsergebnis kappte das Börsenschwergewicht seine Gewinnprognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr. Die Softbank-Aktien rutschten mehr als zwei Prozent ab.

Der Euro konnte seine jüngsten Gewinne weitgehend behaupten und notierte wenig verändert bei 1,2550 Dollar. Auslöser der Kurserholung waren Informationen der Nachrichtenagentur Reuters über zunehmenden Unmut in der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) mit dem Führungsstil von EZB-Präsident Mario Draghi. Der Bericht schüre Zweifel, inwieweit Draghi kurzfristig die Unterstützung seiner Kollegen für seinen Kurs der lockeren Geldpolitik habe, erklärte ein Analyst von CitiFX. Der Dollar lag zur japanischen Währung ebenfalls wenig verändert bei 113,90 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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