Börse Tokio
Nikkei-Index dreht ins Plus

Der andauernde Haushaltsstreit in den USA sorgt zunächst für Verluste am japanischen Aktienmarkt. Doch nachmittags kommen die Anleger etwas in Stimmung - dank guter Prognosen aus China.
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TokioDie Tokioter Börse hat am Freitag zunächst Verluste verzeichnet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index sank im Vormittagshandel 0,3 Prozent auf 9711 Punkte, doch nachmittags dreht er leicht ins Plus. Der breiter gefasste Topix-Index gab zunächst 0,1 Prozent auf 798 Punkte nach.

Händler begründeten die anfänglichen Kursabschläge mit Gewinnmitnahmen. Bei den Einzelwerten ließen die Aktien der Autozulieferer Aisin Seiki und Calsonic Kansei 1,7 Prozent beziehungsweise 3,4 Prozent Federn. Zuvor hatte Morgan Stanley MUFG die Unternehmen heruntergestuft.

Die Stimmung in Japans Wirtschaft hat sich verschlechtert. Das Vertrauen in die Perspektiven von Asiens zweitstärkster Volkswirtschaft ließ in den drei Monaten bis Dezember deutlich Federn und erreichte ein Minus von zwölf Punkten, wie am Freitag aus dem Konjunkturbericht (Tankan) der japanischen Notenbank hervorging. Damit verfehlte der Diffusionsindex für die Stimmung von Großunternehmen des Verarbeitenden Gewerbes die Erwartungen von Experten, die im Mittel mit minus zehn Zählern gerechnet hatten.

Der andauernde Haushaltstreit in den USA hatte am Donnerstag die Kurse an der Wall Street belastet. Der Dow-Jones-Index für die Standartwerte schloss 0,6 Prozent schwächer bei 13.170 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 fiel ebenfalls um 0,6 Prozent auf 1419 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte mit 2992 Stellen 0,7 Prozent im Minus.

Die chinesische Wirtschaft wird nach Einschätzung der staatlichen Denkfabrik State Information Center im kommenden Jahr um rund acht Prozent wachsen. Das berichtet die Zeitung "China Securities Journal" am Freitag unter Berufung auf einen Bericht der Ökonomen. Die moderate Konjunkturerholung werde sich trotz der anhaltenden Unsicherheiten fortsetzen. Der Verbraucherpreisindex dürfte 2013 um drei Prozent zulegen. Bei den Arbeitskosten rechnet die Denkfabrik mit einem leichten Rückgang.

Der Euro hat sich am Freitag im fernöstlichen Handel zum Dollar leicht abgeschwächt. Die europäische Einheitswährung kostete zuletzt 1,3070 nach 1,3076 Dollar im späten US-Geschäft am Donnerstag. Die Einigung der EU-Finanzminister auf eine weitreichende Bankenaufsicht unter der Europäischen Zentralbank brachte dem Euro keinen Schwung. Zum Yen bewegte sich die US-Währung mit 83,63 Yen so gut wie gar nicht. Der Schweizer Franken notierte bei rund 0,9242 Franken je Dollar und bei etwa 1,2076 Franken je Euro.


 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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