Börse Tokio
Nikkei-Index fällt mehr als ein Prozent

Die Börse in Tokio ist weiter gefallen. Anleger sind vor den anstehenden Konjunkturdaten aus Amerika vorsichtig. Vor allem währungssensible Werte wie Sony und Toshiba gaben nach.
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TokioSpekulationen über eine baldige Straffung der US-Geldpolitik haben die asiatischen Börsen am Donnerstag belastet. Die Anleger blieben einen Tag vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten für November in der Defensive.

Auch Anleihen verbilligten sich. Die Investoren erhoffen sich von den Konjunkturdaten aus den USA Hinweise, wann die Notenbank Fed ihr Anleihenkaufprogramm im Volumen von 85 Milliarden Dollar im Monat zurückfahren könnte. Die Hausse der vergangenen Monate war maßgeblich auf die Geldschwemme der US-Zentralbank zurückzuführen.

Besonders groß waren die Kursverluste in Tokio und Sydney. Der japanische Leitindex ging um 1,5 Prozent zurück, nachdem er bereits am Mittwoch um 2,2 Prozent gesunken war. Wegen der ebenfalls sehr lockeren Geldpolitik der japanischen Zentralbank hat der Index in diesem Jahr dennoch um 46 Prozent zugelegt. Sollte er diesen Gewinn bis Ende Dezember halten, wäre es der stärkste Jahreszuwachs seit 1972.

Auch an anderen asiatischen Börsen regierte die Vorsicht. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik unter Ausschluss von Japan gab um 0,4 Prozent nach. Ähnlich hohe Verluste wie in Japan gab es in Australien, wo der Leitindex um 1,4 Prozent nachgab.

Dort drückte ein Kurseinbruch bei der Fluggesellschaft Qantas auf die Stimmung. Die Aktie fiel um mehr als elf Prozent, weil das Unternehmen vor einem Verlust warnte und zugleich die Streichung von 1000 Stellen bekanntgab.

In Japan standen vor allem Exporttitel auf den Verkaufszetteln, weil der Yen anzog. So gaben die Aktien von Sony um 1,1 Prozent nach. Bei Toshiba betrug der Kursrückgang 1,4 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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