Börse Tokio: Nikkei-Index fällt unter 15.000 Punkte

Börse Tokio
Nikkei-Index fällt unter 15.000 Punkte

Die asiatischen Börsen starten mit Verlusten in die Woche. Der Tokioter Nikkei-Index büßt im Wall-Street-Sog sogar 1,7 Prozent ein. Ein starker Yen macht den Exporttiteln zu schaffen.
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TokioDie Aktienmärkte in Fernost sind deutlich schwächer in die neue Woche gestartet. Im Sog der Wall Street kam es vor allem an der Tokioter Börse am Montag zu herben Kursverlusten. Gewinnmitnahmen bei Internet- und Biotechnologie-Aktien hatten am Freitag schon die New Yorker Indizes ins Minus gezogen. Auch in Tokio trennten sich die Anleger nun vorrangig von Technologietiteln. Doch der stärkere Yen machte auch Exporttiteln zu schaffen. Gegen den Abwärtstrend stemmte sich der Pharmakonzern Daiichi Sankyo. Er wurde für Verkaufspläne mit einem Kursplus belohnt.

Der Tokioter Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte schloss 1,7 Prozent leichter bei 14.808 Punkten - so schwach wie seit einer Woche nicht mehr. Nicht ganz so steil abwärtsging es andernorts in Asien: Der MSCI-Index für die Aktien außerhalb Japans tendierte 0,1 Prozent im Minus. Die Börse in Südkorea hielt sich sogar knapp im Plus, während die Märkte in China und Thailand feiertagsbedingt geschlossen blieben.

Außerhalb Japans konzentrierten sich die Anleger stärker auf den positiv aufgenommenen US-Arbeitsmarktbericht. Dieser zeigte für viele Investoren einen sehr willkommenen Trend: Der Jobmarkt in Amerika legte nach ihrer Interpretation der Zahlen ausreichend zu, um Sorgen über den Zustand der US-Wirtschaft zu zerstreuen. Gleichzeitig ist die Entwicklung aber nicht so stark, dass sie die US-Notenbank zu einem schnellen Ende ihrer Konjunkturmaßnahmen veranlassen könnte.

In Südkorea glänzte der Elektronik-Riese Samsung mit einem Plus von 1,2 Prozent. Trotz des Ausverkaufs bei Technologiewerten profitierte das Unternehmen von der Zuversicht der Anleger. Am Dienstag sollte Samsung einen Ausblick auf sein Geschäft im ersten Quartal geben.

In Tokio besonders an den Kragen ging es dagegen dem Schwergewicht Softbank. Das Unternehmen ist an dem chinesischen Internet-Giganten Alibaba<IPO-ALIB.N> beteiligt, der in den USA an die Börse strebt. Damit reagiert der Softbank-Kurs zunehmend sensibel auf die Entwicklung von US-Technologie-Aktien. Die Papiere gaben 4,6 Prozent nach.

Gegen den Trend legten in Tokio die Titel des Pharmakonzerns Daiichi Sankyo mehr als drei Prozent zu. Das Unternehmen gibt seine 63-prozentige indische Beteiligung Ranbaxy Laboratories an deren heimischen Rivalen Sun Pharmaceutical ab. Dieser will Ranbaxy per Aktientausch für insgesamt 3,2 Milliarden Dollar übernehmen.

Michael Stahl berichtet für Handelsblatt Live und Online aus New York.
Michael Stahl
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter
Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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