Börse Tokio: Nikkei-Index geht auf Achterbahnfahrt

Börse Tokio
Nikkei-Index geht auf Achterbahnfahrt

Die Währungsentwicklung verunsichert die Akteure erneut. Die Aktienkurse in Japan schwanken daher stark. Deutlich zulegen kann die Aktie des angeschlagenen Elektronikkonzerns Sharp.
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TokioEinen Tag vor Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten aus China haben sich die Anleger an Asiens Börsen am Donnerstag zurückgehalten.

Das Wachstum in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft dürfte zwar im vierten Quartal 2012 wieder etwas an Fahrt gewonnen haben, aber die Zeit der starken Zuwächse von mehr als zehn Prozent ist nach Ansicht von Experten vorbei.

Die Investoren müssten sich nun daran gewöhnen, dass die Wirtschaftsleistung in den fernöstlichen Land nun nur noch um sieben bis acht Prozent jährlich zulegen könne, sagte Philip Poole, Chefstratege bei HSBC Global Asset Management. Das dämpfte die Stimmung der Investoren: Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gab 0,2 Prozent nach.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei mit 10.609 Punkten nahezu unverändert. "Die Schwäche der asiatischen Märkte war eine Belastung", sagte ein Fondsmanager. Gestützt wurde die Stimmung jedoch vom wieder schwächeren Yen, der Exportwerten zugutekam. Zunächst lag der Nikkei-Index im Plus. Im Laufe des Tages war der Index allerdings zeitweise mehr als ein Prozent im Minus, weil die Yen-Entwicklung wieder verunsicherte. Erst zum Schluss verbuchte der Nikkei-Index dann wieder Gewinne.

Händler gehen nicht davon aus, dass die japanische Währung bald wieder nennenswerte Kursgewinne zum Dollar verzeichnet. Grund ist die Geldpolitik der japanischen Notenbank, die einen sehr lockeren Kurs fährt, um dem Japan aus einer viele Jahre anhaltenden Deflation zu helfen und das Wachstum zu stärken. Die Toyota-Aktien legten 1,3 Prozent zu, die Papiere von Canon gewannen 0,2 Prozent.

Die Pannenserie bei Boeings Dreamliner belastete die Börse dagegen erneut. Unter Druck standen die Zulieferer des US-Flugzeugbauers. Die Aktien von Fuji Heavy Industries gaben 1,2 Prozent nach. Für GS Yuasa und Mitsubishi Heavy ging es ebenfalls nach unten. Die Maschinen vom Typ 787 müssen nach einer Notlandung wegen defekter Batterien in Japan, Europa, Indien und den USA am Boden bleiben. Unklar ist, wann die Maschinen wieder abheben dürfen.

Deutliche Verluste verbuchten auch die Börsen in China. Anleger nahmen Gewinne mit und hielten sich vor der Veröffentlichung des chinesischen Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal und der Industrieproduktion im Dezember am Freitag mit Käufen zurück. In Shanghai tendierte der Aktienmarkt knapp ein Prozent schwächer, in Hongkong rund 0,2 Prozent. Nur die Börse in Australien lag im Plus.

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  • Nichts ist so alt wie ein 2 Stunden alter Börsenbericht.
    Nikkei im Sinkflug 10.500 z.Zt.

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