Börse Tokio: Nikkei-Index schießt über 11.000 Punkte

Börse Tokio
Nikkei-Index schießt über 11.000 Punkte

Der Nikkei-Index setzt seine Gipfeljagd fort und schließt auf dem höchsten Stand seit 33 Monaten. In den nächsten Monaten gilt es, den Kurscrash des Jahres 2008 wett zu machen.
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TokioDer japanische Aktienmarkt hat am Mittwoch gleich zwei wichtige Hürden im Sturm genommen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index stieg erneut über die Marke von 11.000 Punkten und lag am Ende sogar über 11.100 Zählern.

Zum Handelsende notierte der Nikkei-Index mit einem Aufschlag von 247,23 Punkten oder 2,28 Prozent. Er ging beim Stand von 11.113,95 Punkten aus dem Markt. Auch der breit gefasste Topix legte stark um 13,91 Punkte oder 1,51 Prozent auf 934,67 Zähler zu.

Die Rally ging erst nachmittags los. Der Index legte gegenüber dem Vormittagshandel ein weiteres Prozent zu. Damit erreichte der Markt das Niveau von Anfang 2010 und ist nun auf dem Weg den Kurssturz im Jahre 2008 wieder wett zu machen. Damals fiel der Nikkei-Index von 14.500 Zählern auf weniger als 8.000 Punkte.

Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur, Südkorea, Australien, Shanghai und Hongkong verzeichneten Gewinne. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,4 Prozent, zwischenzeitlich legte der Index sogar um 0,6 Prozent zu und kam damit in die Nähe eines 18-Monats-Hochs. Der australische Markt legte 0,2 Prozent zu und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren. Zugleich war es der zehnte Tag mit Aufschlägen in Folge - die längste Gewinnserie seit 2003.

Der japanische Markt wurde insbesondere von Softbank- und Yahoo-Japan-Papieren gestützt. Softbank-Anteilscheine profitierten vor allem von der Ankündigung des US-Bezahlsenders Dish Network, zumindest vorerst auf eine Klage gegen die geplante Beteiligung von Softbank am US-Telekomkonzern Sprint Nextel zu verzichten. Die Softbank-Aktie kletterte um 3,6 Prozent. Die Papiere von Yahoo Japan machten gar einen Kurssprung von gut 17 Prozent. Das Unternehmen hatte angekündigt, etwa 1,4 Prozent seiner Aktien zurückzukaufen.

Ungeachtet der Unternehmensbilanzen ist nach Ansicht von Analysten die Grundstimmung am Markt durch die sogenannten „Abenomics“ gekennzeichnet. In der Hoffnung, dass die Politik einer lockeren Geldpolitik und einer Schwächung des Yen von Ministerpräsident Shinzo Abe die Finanz- und Exportwerte stärkt, strömen seit Wochen Anleger auf den japanischen Markt. Seit Mitte November als der damalige Kandidat Abe eine massive Lockerung der Geldpolitik forderte, legte der Nikkei-Index um rund 26 Prozent zu.

Die Vorgaben aus Amerika sind positiv.

In Südkorea gehörte Chiphersteller SK Hynix zu den gefragtesten Werten. Das Papier stieg um 0,6 Prozent, nachdem SK Hynix im abgelaufenen Quartal wieder in die Gewinnzone zurückfand.

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  • Für den Langfristanleger wichtig zu wissen:Der Nikkei225 kommt von fast 39000 in 1989 und steht jetzt wieder so hoch wie im April 1984.
    Zeitlich isolierte Betrachtungsabschnitte des HB können das nicht übertünchen.

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