Börse Tokio
Nikkei-Index steigt rund ein Prozent

Die japanischen Anleger hoffen auf eine Lösung im US-Haushaltsstreit. Die Kurse steigen mehr als ein Prozent. Es profitieren besonders Exporttitel. Der Bergbaukonzern Rio Tinto reagiert auf sinkende Rohstoffpreise.
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TokioDie Hoffnung auf eine Lösung des US-Haushaltsstreites hat am Donnerstag für steigende Kurse an der Tokioter Börse gesorgt.

Der republikanische Politiker John Boehner hatte sich zuversichtlich gezeigt, die gefürchteten Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen doch noch abzuwenden, die die US-Wirtschaft in die Rezession stürzen könnten. Der Streit zwischen Demokraten und Republikanern treibt seit Wochen Investoren in aller Welt um.

Der Nikkei-Index stieg im Mittagshandel um 0,7 Prozent auf 9369 Punkte und lag nachmittags rund ein Prozent höher. Beim breiter aufgestellten Topix betrug das Plus 0,8 Prozent auf 777 Stellen.

Bei den Einzeltiteln waren vor allem Exportwerte gefragte. So legten Papiere von Toyota Motor um 0,7 Prozent zu. Beim Mischkonzern Hitachi waren es sogar 2,5 Prozent.

Der Bergbaukonzern Rio Tinto will wegen gesunkener Rohstoffpreise in den kommenden zwei Jahren sieben Milliarden Dollar einsparen. Es sei bis zum kommenden Jahr und wahrscheinlich darüber hinaus wichtig, die Kosten unter Kontrolle zu bekommen, sagte Konzernchef Tom Albanese am Donnerstag vor Beginn eines Investorenseminares.

Die meisten Einschnitte würden die Bereiche Kohle und Aluminium betreffen. Rio Tinto hat wie seine Konkurrenten mit sinkenden Preisen bei zugleich steigenden Kosten und einem starken australischen Dollar zu kämpfen. Vorsichtig optimistisch zeigte sich Albanese über das Wachstum in China. Die Volksrepublik ist der wichtigste Absatzmarkt.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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