Börse Tokio
Nikkei-Index verliert mehr als zwei Prozent

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag Verluste eingefahren. Zu den großen Verlierern gehörten Investmentbanken und Immobilienwerte.
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TokioNegative Vorgaben der Wall Street und Gewinnmitnahmen in Japan haben die Börsen in Fernost am Donnerstag belastet. Das Handelsaufkommen blieb wegen der Urlaubszeit gering. Wie in New York hielten sich zudem auch in Asien viele Anleger wegen der Unklarheit über den künftigen Kurs der US-Notenbank zurück.

Am Markt herrsche Nervosität, dass die Fed bald ihre ultralockere Geldpolitik zurückfahren könnte, sagte Hideki Amikura von Nomura Trust and Banking. Sorgen bereitete den Investoren auch die Eskalation der Gewalt in Ägypten und der damit verbundene Anstieg des Ölpreises.

Der Tokioter Nikkei-Index verlor 2,1 Prozent auf 13.752 Zähler, der breiter gefasste Topix sank um 1,7 Prozent auf 1151 Punkte zurück. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan gab 0,1 Prozent nach.

Die Gewinner des Vortags zählten diesmal zu den größten Verlierern, sagte Takuya Takahashi von Daiwa Securities. "Das sind im Grunde Gewinnmitnahmen. Und wir haben nur wenige Marktteilnehmer." So verloren die Aktien von Investmentbanken wie Nomura oder Immobilienkonzernen wie Sumitomo Realty & Development deutlich an Wert. Am Mittwoch hatten die Papiere beider Firmen noch klar zugelegt. Der Nikkei war am Mittwoch nach positiven Konjunktursignalen aus Europa gestiegen.

Die Wall Street beendete den Handel jedoch im Minus, weil die Investoren deutlich Hinweise der Fed über deren künftige Marschrichtung vermissten. Das schlug auch auf die Märkte in Asien durch. Der Dollar musste zudem in Fernost Federn lassen. Er fiel um 0,3 Prozent auf 1,3296 Euro und um 0,4 Prozent auf 97,75 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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