Börse Tokio: Nikkei-Index verliert mehr als zwei Prozent

Börse Tokio
Nikkei-Index verliert mehr als zwei Prozent

Die Aktienkurse an der japanischen Börse sind deutlich gefallen. Grund sind Sorgen, dass die chinesische Wirtschaft schlechter laufen könnte. Außerdem beunruhigt die Politik in einigen Schwellenländern.
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TokioDie Aufregung um die wirtschaftliche Lage und die Politik in einigen Schwellenländern ist zu Wochenbeginn voll auf die Börsen in Fernost durchgeschlagen. In Tokio sauste der Nikkei am Montag gleich im frühen Handel um drei Prozent in den Keller und landete auf einem Zwei-Monats-Tief.

Nur mühsam verteidigte er zum Handelsschluss die Marke von 15.000 Punkten. Auch andernorts standen die Zeichen auf Verkauf. Ausgelöst wurden die Unsicherheiten durch Konjunktursorgen in China sowie die politischen Probleme in der Türkei, in Argentinien und der Ukraine. Hinzu kamm die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed ihre Programme weiter zurückfahren könnte, mit der sie die Wirtschaft bisher massiv ankurbelt.

Der Tokioter Leitindex mit seinen 225 führenden Werten schloss 2,5 Prozent schwächer bei 15.005 Punkten - so tief wie seit Mitte November nicht mehr. Der breite MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans büßte 1,5 Prozent ein. Am Freitag hatte bereits die Wall Street herbe Verluste hinnehmen müssen.

"Der Markt hat definitiv die Schwellenländer im Blick, besonders die schwachen", sagte Jeffrey Halley, Devisenhändler bei Saxo Capital Markets in Singapur. Die Verunsicherung der Anleger bekamen in Japan Index-Schwergewichte wie SoftBank Corp und KDDI Corp zu spüren: Softbank-Anteile büßten 1,5 Prozent ein, KDDI-Papiere verloren 2,7 Prozent.

Auch Exportwerten wie Sony und Nissan ging es an den Kragen. So verbilligten sich die Anteilsscheine des Elektronikkonzerns um fast drei Prozent, die des Autoherstellers um 2,6 Prozent. Der Abwärtstrend dieser Unternehmen wurde beschleunigt durch die Stärke der japanischen Währung, die für die Ausfuhrwirtschaft negative Folgen hat. Die verunsicherten Anleger suchten den Yen als sicheren Hafen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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