Börse Tokio
Nikkei klettert auf Höchststand

Es sind unbestätigte Zeitungsberichte, aber sie genügen, um die Börsen in Tokio am Mittwoch zu beflügeln: Ministerpräsident Abe wolle die geplante Steuererhöhung verschieben, hieß es. Die Anleger sind eine Sorge los.
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TokioDie Aussicht auf eine Verschiebung der geplanten Mehrwertsteuer-Erhöhung in Japan hat die Tokioter Börse am Mittwoch auf den höchsten Stand seit sieben Jahren getrieben und die übrigen Asien-Märkte in den Schatten gestellt. Eine Zeitung hatte berichtet, dass Ministerpräsident Shinzo Abe Neuwahlen im Dezember ausrufen und eine im kommenden Jahr geplante Steuererhöhung verschieben wird. Abe will den Zeitpunkt für die Erhöhung der Mehrwertsteuer demzufolge um anderthalb Jahre auf April 2017 verlegen. "Es gab die große Sorge, dass die Mehrwertsteuer-Erhöhung den Markt belasten wird. Das ist wirklich positiv", erklärte Mitsushige Akino von Ichiyoshi Asset Management.

Der Leitindex Nikkei lag zeitweise um 1,6 Prozent höher und ging mit einem Plus von 0,43 Prozent auf 17.197 Punkte aus dem Handel. Dagegen lag der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Werte außerhalb Japans 0,1 Prozent im Minus. Der Index in Taiwan verlor rund 1,3 Prozent, in Australien gab die Börse rund ein Prozent nach.

Ein schwächerer Yen gab in Tokio Exportwerten zusätzlichen Schub. Fujifilm Holdings legten mehr als vier Prozent zu, nachdem das Unternehmen bekanntgab, dass eine seiner Arzneien voraussichtlich Anfang kommenden Jahres zur Behandlung von Ebola-Patienten freigegeben wird.

Ein Dollar kostete 115,35 Yen. Der Euro notierte etwas fester bei 1,2481 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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