Börse Tokio
Nikkei knapp unter 14.000 Punkten

Die starken Zahlen von den US-Einzelhändlern haben auch die Börse in Tokio gestützt. Exportorientierte Unternehmen wie Sony oder Hitachi legten zu. Die Ukraine-Krise verhindert allzu starke Kursgewinne
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TokioPositive Konjunkturdaten aus den USA haben der Tokioter Börse am Dienstag Auftrieb verliehen und Sorgen wegen des Ukraine-Konflikts etwas in den Hintergrund gedrängt. Die Anleger ermutigte, dass der Einzelhandel in der weltgrößten Volkswirtschaft zuletzt überraschend stark in Schwung kam und die Firmen ihre Umsätze so stark wie seit anderthalb Jahren nicht mehr steigerten. Das beflügelte schon die Börsen in New York und schürte Hoffnungen auf einen stabilen Konjunkturaufschwung. Allerdings grenzte die Verunsicherung über die Entwicklung in Konflikt zwischen Russland und der Ukraine die Kursgewinne ein. An den übrigen Fernost-Börsen zeigte sich ein uneinheitliches Bild.
Der Tokioter Nikkei -Index schloss 0,6 Prozent fester bei 13.996 Punkten, der breiter gefasste Topix gewann 0,3 Prozent auf 1136 Zähler. Der Yen gab wieder etwas zum Dollar nach und beflügelte die Exportwerte: Die Papiere des Elektronikkonzerns Hitachi legten 1,5 Prozent zu, die Sony-Aktien 0,5 Prozent. Zudem nutzten Schnäppchenjäger die jüngste Talfahrt, um zu günstigeren Kursen wieder einzusteigen. Die Aktien des Telekom-Konzerns Softbank schnellten deswegen um 3,4 Prozent in die Höhe.

Außerhalb Japans fiel die Bilanz dagegen schlechter aus. Der entsprechende MSCI-Index gab 0,25 Prozent nach. Besonders in China gerieten die Kurse unter Druck. Der CSI300 der Börsen Shanghai und Shenzhen verlor 1,4 Prozent, die Börse in Shanghai gab 1,1 Prozent nach. Die Investoren reagierten mit Verkäufen auf die jüngsten Daten zur Geldmenge: Im März wuchs die Geldmenge in China so schwach wie seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr, die Banken hielten sich mit der Kreditvergabe zurück. Die chinesische Wirtschaft steckt derzeit in einer Schwächephase, das Wachstum könnte sogar so schwach ausfallen wie seit den 90er Jahren nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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