Börse Tokio
Nikkei läutet die nächste Abwärtswelle ein

Die neue Handelswoche startet, wie die alte aufgehört hat: mit hohen Kursverlusten. In Tokio gibt der Nikkei-Index verlor der Nikkei-Index fast vier Prozent, weil die Aussichten für die Weltwirtschaft immer düsterer werden. Vor allem Finanzwerte gerieten nach den neuerlichen staatlichen Rettungsaktionen in den USA unter Druck.

HB TOKIO. Hohe Kursverluste bei Bank- und Exportwerten haben den japanischen Nikkei-Index zu Wochenbeginn erneut unter die Räder kommen lassen. Der 225 Werte umfassende Index verlor 3,8 Prozent auf 7 280 Punkte. Neben den anhaltenden Sorgen vor weiteren Turbulenzen im Finanzsektor belasteten neue Konjunkturdaten, denen zufolge die Löhne in Japan im Januar um 1,3 Prozent gefallen sind.

Für die konsumorientierte japanische Wirtschaft ist der dritte Rückgang in Folge ein sehr negativer Indikator. Denn bei fallenden Löhnen dürfte der Binnenkonsum als Stütze in einer Zeit einbrechender Exporterlöse ausfallen. Damit droht die Rezession in Japan noch stärker auszufallen als befürchtet.

Wie schlecht es um die Exportaussichten der japanischen Konzerne steht, hatten am Freitag die BIP-Daten aus den USA gezeigt. Das wichtigstes Exportland hatte für das vierte Quartal einen Einbruch des Bruttoinlandsprodukts um 6,2 Prozent gemeldet.

Angesichts dieser trüben Aussichten zählten an der Börse in Tokio einmal mehr die Aktien von exportorientierten Unternehmen zu den größten Verlierern: Aktien von Nikon und Fujitsu gaben 6,5 Prozent nach. Die Papiere von Sony verloren dagegen nur 0,5 Prozent und lagen lange Zeit sogar im Plus. Firmenchef Howard Stringer hatte angekündigt, sich künftig persönlich um die kriselnde Elektronik-Sparte kümmern zu wollen. Analysten hofften, dass die Umstrukturierung dank der Personalentscheidung schneller in Angriff genommen wird.

Noch schlechter als viele Exportwerte präsentierten sich die Finanzwerte. Nach der Teilverstaatlichung der Citigroup und Berichten über eine weitere staatliche Finanzspritze für den Versicherer AIG gerieten die Aktien des Sektors stark unter Druck.

"An der Wall Street hat man sich Sorgen gemacht, wer nach der Citigroup als Nächster gerettet werden muss. Und diese Sorgen belastet nun auch die Börse in Tokio", sagte Händler Masayoshi Okamoto. Die Papiere von Mitsubishi UFJ Financial brachen um 6,5 Prozent ein, die Aktien von Sumitomo Mitsui Financial verloren 5,5 Prozent.

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