Börse Tokio
Nikkei legt kräftig zu

Die Anleger in Tokio freuen sie sich über die abgesagte Volksabstimmung in Griechenland. Für einen Elektronikkonzern ist es allerdings ein schwarzer Tag.
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TokioDie Absage der Volksabstimmung in Griechenland zum Euro-Hilfspaket hat an den Börsen in Asien für Erleichterung gesorgt. Angesichts der bevorstehenden Vertrauensabstimmung in dem angeschlagenen Mittelmeerland am Freitagabend blieben die Anleger trotzdem vorsichtig. „Der Markt gewinnt etwas Ruhe zurück, aber die Unsicherheit bleibt wegen des Ergebnisses der heutigen Vertrauensabstimmung“, sagte Analyst Yuji Saito von Credit Agricole. Gute Daten vom US-Arbeitsmarkt hoben ebenfalls die Stimmung.

Der japanische Standardwerte-Index Nikkei schloss mit einem Plus von 1,9 Prozent bei 8801 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 1,8 Prozent auf 752 Zähler zu. Auch die Märkte in Australien , Singapur , Shanghai , Südkorea und Taiwan verzeichneten Gewinne. In Seoul gehörten die Papiere von Samsung Electronics zu den am meisten gehandelten Werten. Sie gingen mit Aufschlägen von 3,9 Prozent aus dem Handel.

In Japan stand Sony im Mittelpunkt. Gegen den Trend büßten die Aktien des Elektronik-Giganten fast acht Prozent ein. Anleger ziehen in Zweifel, dass das Unternehmen eine Antwort auf das Verluste schreibende TV-Geräte-Geschäft findet. Am Mittwoch hatte Sony mit der Nachricht überrascht, die Sparte werde zum vierten Mal in Folge rote Zahlen schreiben.

Zu den Gewinnern gehörten die Autokonzerne Nissan , Honda sowie Toyota , die knapp fünf, rund vier und zwei Prozent zulegten. Nissan hob trotz der Thailand-Flut und des starken Yen seine Jahresprognose an. Die Börsen in Japan hatten wegen eines Feiertags am Donnerstag geschlossen.

Nach der Absage des geplanten Referendums zum griechischen Hilfspaket hielt der Euro im fernöstlichen Devisenhandel seine im abendlichen US-Handel erzielten Gewinne. Die Gemeinschaftsdevise wurde in Fernost mit 1,3818 Dollar gehandelt, nahezu unverändert zum späten New Yorker Handel. Analysten begründeten den stabilen Kurs mit gesunkenen Sorgen über eine unkontrollierte Staatspleite in Griechenland. Zum Yen notierte der Euro mit 107,93 Yen und damit ebenfalls nahezu unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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