Börse Tokio
Nikkei legt kräftig zu

Die USA haben einen Militärschlag auf Syrien verschoben. Außerdem brummt die chinesische Konjunktur und die nächsten Olympischen Spiele könnten in Tokio sein. Die Anleger greifen bei japanischen Aktien zu.
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TokioNach positiven Konjunkturdaten aus China sowie dem Verzicht der USA auf einen schnellen Militärschlag gegen Syrien sind die asiatischen Aktienmärkte mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Die Sorgen vor einer Eskalation des Konflikts in dem Bürgerkriegsland und entsprechenden Auswirkungen auf den Öltransport aus der Nahost-Region hätten etwas nachgelassen, sagten Händler.

Zudem half die Hoffnung, die japanische Hauptstadt könnte den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2020 erhalten, dem Markt auf die Sprünge. Vor allem die Aktien von Immobilien- und Baukonzernen waren gefragt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet am Samstag zwischen den Bewerbern Tokio, Madrid und Istanbul.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans gewann am Montag rund ein Prozent und setzte damit seinen Aufwärtstrend fort. Für gute Laune sorgten insbesondere Wirtschaftsdaten aus China. Der offizielle Einkaufsmanagerindex kletterte im August auf den höchsten Stand seit 16 Monaten. Mit 51 Punkten lag der Wert zudem über den Erwartungen von Volkswirten. "Das wird die Aussicht auf eine Stabilisierung Chinas verstärken", betonte Steven Englander von Citi. In Hongkong legten die Kurse um 1,8 Prozent zu, Chinas CSI300 Index lag 0,5 Prozent im Plus.

Der Leitindex Nikkei kletterte in Tokio um 1,37 Prozent auf 13.572 Punkte, nachdem ihn die Unsicherheit über die Entwicklung im Syrien-Konflikt in der vergangenen Woche belastet hatte. Allerdings war das Handelsaufkommen recht gering, weil die Anleger wegen eines Feiertags in den USA kaum auf Impulse aus Übersee setzten. "Die institutionellen Investoren halten sich weiterhin zurück, solange es keine Klarheit über den künftigen Kurs der US-Notenbank gibt", sagte Kyoya Okazawa von BNP Paribas.

Zu den größten Gewinnern gehörten Immobilienkonzerne wie Mitsui Fudosan mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent und Baufirmen wie Kajima mit einem Plus von rund fünf Prozent. Die Investoren setzten auf massive Infrastrukturinvestitionen für den Fall, dass Tokio den Zuschlag für die Ausrichtung der übernächsten olympischen Sommerspiele erhält.

In Taiwan verloren die Papiere des Smartphone-Herstellers HTC nach der Festnahme von drei Managern fast sechs Prozent. Den leitenden Angestellten wird vorgeworfen, für das Durchsickern von Firmengeheimnissen verantwortlich zu sein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Olympischen Spiele 2020 in Japan? Da werden am Ende nicht nur die Sieger strahlen...

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