Börse Tokio: Nikkei legt kräftig zu

Börse Tokio
Nikkei legt kräftig zu

Anleger in Tokio schauen mit großer Hoffnung in die USA: Positive US-Konjunkturdaten treiben den Nikkei mehr als ein Prozent ins Plus. Die Papiere eines Chip-Herstellers legen nach einem Auftrag von Apple kräftig zu.
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TokioErmutigende Konjunkturdaten aus den USA und Spekulationen auf eine anhaltend lockere Geldpolitik haben am Mittwoch den Aktienmärkten in Asien Auftrieb gegeben. Selbst die Abschwächung des Wirtschaftswachstums in China konnte die Kauflaune der Anleger nicht trüben. Immer mehr Experten rechnen nun damit, dass die chinesische Regierung Programme auflegt, um ihre Wachstumsziele noch zu erreichen.

Positiv wurden etwa Berichte über weniger Auflagen am Immobilienmarkt gewertet. Insgesamt verlief der Handel aber ruhig. Viele Anleger warteten auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) an diesem Donnerstag sowie auf US-Arbeitsmarktdaten am Freitag.

Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans lag 0,3 Prozent im Plus. Die höchsten Gewinne konnte in Tokio der Nikkei verbuchen, der um ein Prozent auf 14.946 Punkte kletterte. "Der Markt feiert die Zeichen für eine Erholung in den USA", sagte Shigemitsu Tsuruta von SMBC Friend Securities. Das Stimmungsbarometer der US-Einkaufsmanager war im März um 0,5 auf 53,7 Punkte gestiegen. Der Index für den Auftragseingang lag sogar bei 55,1 (Vormonat: 54,5) Zählern. Marktteilnehmer werteten die Daten als Signale für eine Beschleunigung des Wachstums nach dem harten Winter in den USA.

Ein weiter schwacher Yen im Verhältnis zum Dollar schob dabei vor allem Exportwerte wie Tokyo Electron Ltd (plus vier Prozent) an. Zu den großen Gewinnern gehörte auch Renesas Electronics. Zuvor war bekanntgeworden, dass Apple daran interessiert ist, Renesas 55-prozentigen Anteil an dem Chipentwickler Renesas SP Drivers zu kaufen.

Zu den Verlierern in Tokio zählten dagegen zwei AKW-Betreiber, die sich nach Japans Atomausstieg in Folge des Reaktor-Unglücks von Fukushima beide um staatliche Finanzspritzen bemühen. Die Anteilsscheine des Regionalversorgers Hokkaido Electric Power sowie die Papiere von Kyushu Electric Power büßten beide rund fünf Prozent ein.

Der Euro konnte im fernöstlichen Devisenhandel gegenüber dem Dollar weiter zulegen und kletterte auf 1,3808 Dollar, nachdem er am Freitag auf ein Ein-Monats-Tief gefallen war. Analysten rechnen nicht mit einer Änderung der Geldpolitik auf der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, obwohl angesichts der extrem niedrigen Inflation die Gefahr einer Deflation im Euro-Raum zugenommen hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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