Börse Tokio
Nikkei legt Verschnaufpause ein

Nach einem unspektakulären Handelstag verabschiedet sich der Tokioter Leitindex Nikkei mit einem leichten Plus ins Wochenende. Zu den Gewinnern gehört ein Logistikunternehmen. Nintendo hingegen lässt Federn.
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TokioNach den jüngsten Kursgewinnen haben die Börsen in Fernost am Freitag einen Gang runtergeschaltet. Händler sagten, nach der Fed-Entscheidung am Mittwoch sei zum Wochenausklang wieder Ruhe eingekehrt. An der Tokioter Börse schloss der Leitindex Nikkei mit einem Plus von 0,43 Prozent bei 19.560 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans trat auf der Stelle.

Der Nikkei hatte zuletzt eine Rally hingelegt, die ihn auf ein 15-Jahres-Hoch getrieben hat. "Es gibt einige Anzeichen dafür, dass die Rally etwas überzogen war. Daher ist der Markt in eine Korrekturphase eingetreten", kommentierte Analyst Masahiro Ayukai vom Broker Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities den Handel in Japan. Andere Händler sprachen von einer dennoch grundsätzlich positiven Stimmung, weil es unter den Anlegern Hoffnung auf solide Unternehmensergebnisse gebe.

In Tokio gab es Gewinnmitnahmen bei Nintendo. Die Aktie des japanischen Videospiele-Konzerns fiel um mehr als sechs Prozent. In den vergangenen Tagen war sie kräftig in die Höhe geschossen. Der zuletzt schwächelnde Sony -Rivale hatte kürzlich angekündigt, seine beliebten Spielehelden wie etwa Super Mario künftig auch für Apps auf Smartphones und Tablets in Bewegung zu bringen. Anleger hatten lange auf diesen Schritt gewartet, denn Nintendo hat die Konkurrenz dieser mobilen Geräte schwer zugesetzt.

Die US-Notenbank Federal Reserve hatte mit ihrem Schwenk zu einem behutsamen Kurs bei der bevorstehenden geldpolitischen Straffung viele Anleger in Fernost am Donnerstag in Kauflaune versetzt.

Auch außerhalb Japans hielten sich die Gewinne in Grenzen. Die Börse in Shanghai tendierte mit 0,9 Prozent im Plus, in Hongkong gab der Leitindex sogar leicht nach. Besonders gefragt in China waren Bankentitel. In Seoul schloss die Börse kaum verändert.

Der Euro legte in Fernost leicht auf 1,0672 Dollar zu. Zur japanischen Währung notierte der Dollar wenig verändert bei 120,76 Yen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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