Börse Tokio
Nikkei legt weiter zu

Die japanischen Aktienmärkte können die Gewinne von gestern bestätigen. Der Nikkei liegt auch heute wieder im Plus. Vor allem Autowerte profitieren: die Insolvenz von General Motors schlägt Wellen bis nach Japan.

HB TOKIO. Der japanische Aktienmarkt hat am Dienstag an seine Gewinne von Vortag anknüpfen können. Autowerte profitierten vom Ende der Unsicherheit bei General Motors (GM) , nachdem der ehemals weltgrößte Autohersteller am Montag Insolvenz angemeldet hatte. Der Nikkei-225-Index beendete den Handelstag mit plus 0,27 Prozent bei 9 704 Zählern und damit auf dem höchsten Stand seit dem 7. Oktober. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,11 Prozent auf 913 Punkte.

Gestern schloss der Nikkei-225-Index mit 1,63 Prozent höher bei 9 677 Punkten, womit der Leitindex den höchsten Stand seit fast acht Monaten erreichte. Der breiter gefasste Topix gewann ebenfalls 1,63 Prozent auf 912 Zähler. Auch die Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong, Shanghai, Taiwan und Singapur notierten fester. Der Ölpreis kletterte auf den höchsten Stand seit sieben Monaten.

Viele Händler rechneten damit, dass die US-Börsen zu Wochenbeginn ebenfalls mit Gewinnen in den Handel starten werden. In Asien sorgten vor allem Daten zur chinesischen Industrieaktivität, die besser ausfielen als erwartet, für gute Stimmung. Dies weckte Hoffnungen, dass sich die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt rasch von der Wirtschaftskrise erholen kann. Auch positive Daten zum Verbrauchervertrauen in den USA wirkten stimulierend auf den Aktienhandel. Die Stimmung der Verbraucher in den USA war im Mai auf den höchsten Wert seit Monaten gestiegen.

Der Konjunkturoptimismus trieb auch den Ölpreis in die Höhe, der auf den höchsten Stand seit Anfang November kletterte. Ein Fass US-Leichöl verteuerte sich um rund ein Prozent auf 67,17 Dollar. Angesichts des jüngsten Ölpreisanstiegs hob China die Benzin- und Dieselpreise für Verbraucher um bis zu sieben Prozent an. Davon profitierten unter anderem die Papiere von Raffineriebetreibern. Sinopec-Aktien legten 0,9 Prozent zu, die von PetroChina fünf Prozent.

Gespannt verfolgten die Anleger die Entwicklungen um den US-Autokonzern General Motors, der am Montag seinen Insolvenzantrag stellen dürfte. Sie rechnen allerdings nicht mit großen Auswirkungen, da der Schritt seit längerem erwartet wird. Kurzfristig verschwinde durch den Insolvenzantrag ein Unsicherheitsfaktor, weshalb die Kurse steigen könnten, sagte Analyst Yutaka Miura. "Auf der anderen Seite sind die langfristigen Folgen schwierig einzuschätzen", fügte er hinzu. Die großen asiatischen Autobauer könnten nach einer GM-Insolvenz und der geplanten Schrumpfkur des Konzern Marktanteile in den USA dazugewinnen. Ihre Aktien legten zu Wochenbeginn zu. Die Papiere des weltgrößten Hersteller Toyota verteuerten sich um 0,3 Prozent, die von Japans Nummer zwei Honda um 0,4 Prozent. Die Aktien von Nissan gehörten mit einem Plus von 2,3 Prozent zu den größten Gewinnern.

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