Börse Tokio
Nikkei mit leichten Gewinnen

Auf der Suche nach neuen Impulsen legte der Nikkei 0,4 Prozent zu. Vor der Entscheidung der US-Notenbank Fed gestaltete sich der Handel wenig spektakulär. Suzuki enttäuschte die Anleger.
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HB TOKIO. Licht und Schatten in Asien: Die Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch vor der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Gewinne verzeichnet. In Grenzen gehalten wurden die Aufschläge jedoch durch den uneinheitlichen Börsenschluss in New York. "Letztendlich warten wir darauf, dass der US-Markt wieder auf die Füße findet", sagte Platypus Asset Management-Analyst Don Williams. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 9 844 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix legte 0,1 Prozent auf 881 Punkte zu. Die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Südkorea, Singapur und Shanghai verzeichneten ebenfalls Gewinne.

Dem Markt in Tokio fehle die Richtung, da die Anleger auf die Ergebnisse der Sitzung des Offenmarktsausschusses der Federal Reserve und der Europäischen Zentralbank (EZB) warteten, sagte Analyst Yumi Nishimura von Daiwa Securities. Die Fed wollte am Abend über ihre weitere Politik informieren, während die EZB am Donnerstag ihre Entscheidung trifft. Es wird damit gerechnet, dass die Fed die Leitzinsen nicht erhöht. Mit Spannung werden daher die Aussagen der Notenbank zum wirtschaftlichen Ausblick erwartet.

Zu den Gewinnern gehörte der Einzelhändler Fast Retailing. Der Absatz seiner Bekleidungs-Kette Uniqlo war im Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 36 Prozent gestiegen. Die Retailing-Aktien legten um 4,4 Prozent zu. Auch Japan Steel Works gewannen deutlich. Nach einer Anhebung der Ausblicks für das Gesamtjahr stiegen die Papiere um mehr als zehn Prozent.

Zu den Verlierern zählte dagegen Suzuki. Dessen Papiere gaben 1,8 Prozent nach, nachdem der viertgrößte japanische Autohersteller einen geringeren operativen Gewinn auswies, als von Analysten erwartet. Exportwerte wie Advantest Corp und Tokyo Electron gerieten in den Strudel der Vorsicht vor den Notenbankentscheidungen und gaben ebenfalls nach: Advantest-Titel um 1,3 Prozent und die von Tokyo Electron um 5,1 Prozent.

Die Devisenhändler hielten sich in Fernost weitgehend zurück. Der Euro tendierte fast unverändert bei etwa 1,4730 Dollar.

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