Börse Tokio
Nikkei muss Verluste hinnehmen

Die Börse in Tokio schließt im Minus. Verluste fuhr vor allem der japanische Ausrüstungshersteller Komatsu ein. Der negative Ausblick belastete auch andere Firmen.
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TokioDie Börsen in Fernost haben sich am Dienstag uneinheitlich präsentiert. Während in Japan eine Gewinnwarnung des Baumaschinen-Herstellers Komatsu den Anlegern die Stimmung verdarb, herrschte an den anderen asiatischen Aktienmärkten Zurückhaltung. Börsianer gaben sich abwartend vor der zweitägigen Sitzung der US-Notenbank (Fed), die am Mittwoch endet. Sie setzen darauf, dass die Fed an ihrem geldpolitischen Kurs und damit an den Konjunkturspritzen im Volumen von monatlich 85 Milliarden Dollar festhält.

"Der Markt wird relativ ruhig bleiben. Eine Bestätigung der bisherigen Politik hat für Investoren derzeit Priorität", sagte Analyst Lee Seung Joon von Hi Investment & Securities. Auch die jüngsten US-Konjunkturdaten zeigten, dass sich die US-Wirtschaft nur langsam erholt. Zwar fuhren die Firmen ihre Produktion im September so kräftig hoch wie seit sieben Monaten nicht mehr. Für Experten ist dies aber noch kein Hinweis auf einen kräftigen Aufschwung.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 14.325 Zähler. Der breiter gefasste Topix gab 0,4 Prozent auf 1193 Zähler nach. In Taiwan, Südkorea, Singapur und Hongkong lagen die Börsen hingegen leicht im Plus. Deutliche Abschläge verzeichnete der Aktienmarkt in Shanghai.

Unter den japanischen Einzelwerten stand die Komatsu-Aktie im Mittelpunkt, die mit einem Verlust von mehr als acht Prozent aus dem Handel ging. Zu Wochenbeginn hatte der nach Caterpillar zweitgrößte Baumaschinenhersteller der Welt überraschend seine Ergebnisprognose um mehr als 30 Prozent zurückgeschraubt und dies vor allem mit einer schwachen Nachfrage des Bergbausektors begründet. Dies löste auch bei anderen Aktien Gewinnmitnahmen aus. Die Papiere des Reifenherstellers Bridgestone büßten 1,3 Prozent ein.

Der Euro gab in Fernost leicht nach. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete mit 1,3776 Dollar etwas weniger als zuletzt in New York mit 1,3784 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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