Börse Tokio
Nikkei rettet sich ins Plus

Am Tag nach dem höchsten Plus in der japanischen Börsengeschichte dominierten in Tokio lange Zeit Gewinnmitnahmen. In den letzten Handelsminuten nahm der Nikkei aber noch mal Fahrt auf und drehte in die Gewinnzone.

HB DÜSSELDORF. Nach den Rekordkurssprüngen vom Vortag hat sich das Geschehen an der Tokioter Börse am Mittwoch deutlich beruhigt. Lange Zeit bestimmten Gewinnmitnahmen, ausgelöst durch neue Konjunktursorgen und schwache Vorgaben aus den USA, das Bild. Exportwerte litten zudem unter einem Anstieg des Yen. In der letzten halben Stunde des Handels wendete sich das Blatt allerdings. Der Nikkei-Index, der zuvor bis zu 2 Prozent im Minus gelegen hatte, holte Punkt für Punkt auf und schaffte zum Handelsschluss noch ein beachtliches Plus von 1,06 Prozent auf 9 547 Punkte.

Zuvor hatten neue Rezessionsängste auf die Stimmung der Anleger gedrückt. Angefacht wurden diese durch Zahlen des japanischen Finanzministeriums. Demnach hat die schwache Nachfrage aus dem Ausland das Handelsbilanzdefizit Japans im August auf den höchsten Stand aller Zeiten getrieben. Unter dem Strich betrug das Defizit 236 Mrd. Yen. Es war das erste Minus in der Leistungsbilanz seit Januar 2006.

Vom Richtungswechsel im späten Handel konnten Autowerte, die den ganzen Tag über zu den größten Verlierern in Tokio gezählt hatten, nicht mehr profitieren. Die Aktien der japanischen Hersteller schlossen durch die Bank im Minus. Mit 1,88 Prozent fiel der Verlust bei Branchenführer Toyota dabei noch moderat aus. Deutlich härter erwischte es die Mazda-Papiere, die mehr als 9 Prozent nachgaben. Einem Zeitungsbericht zufolge soll das Unternehmen wegen eines kräftigen Absatzabschwungs der Branche und der finanziellen Probleme bei seinem Partner Ford Pläne für den Bau eines zweiten Werkes in den USA gestoppt haben. Auch die Aktien von Mitsubishi Motors fielen mit einem Minus von 8,5 Prozent deutlich zurück.

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