Börse Tokio
Nikkei rutscht ab

Schlechte Nachrichten aus Asien: Der Nikkei verliert mehr als zwei Prozent und schließt auf einem Drei-Wochen-Tief. Pessimismus macht sich breit: Exportwerte leiden unter dem starken Yen und die US-Verbraucher sind zurückhaltender als erwartet. Die Gewinner und Verlierer im Überblick.
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HB TOKIO. Konjunktursorgen haben die Aktienmärkte in Fernost am Montag belastet. Hintergrund waren enttäuschende Daten zu den US-Verbraucherausgaben und ein Ausverkauf von Bankentiteln, die schon am Freitag die Kurse an der Wall Street in den Keller geschickt hatten. Einige Marktteilnehmer führten die Abschläge auch auf Gewinnmitnahmen zurück. Die Verluste hielten sich aber im Vergleich zu New York in Grenzen. In Tokio litten Exportwerte zudem unter einem Anstieg des Yen.

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei mit einem Minus von 2,3 Prozent bei 9 802 Zählern aus dem Handel. Dies war sein niedrigster Schlussstand seit drei Wochen. Der breiter gefasste Topix verlor 1,6 Prozent auf 880 Punkte. Die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan und Südkorea und Singapur notierten ebenfalls tiefer. Lediglich Shanghai verzeichnete Gewinne.

Spekulationen über neue Milliardenbelastungen bei der Citigroup und die Insolvenz des US-Mittelstandfinanzierers CIT brachten Finanztitel zwar unter Druck, Analysten zufolge waren sie aber nicht mehr der bestimmende Marktfaktor. "Wenn die Sorge so groß gewesen wäre wie beim Zusammenbruch von Lehman Brothers, dann wären die Verluste weitaus höher ausgefallen", sagte Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Securities. "Die CIT-Pleite scheint viel besser gelenkt, viel besser auch als bei GM. Es ist nicht alles das Gleiche." Die CIT-Insolvenz war seit Monaten erwartet worden.

Die Aktien der größten japanischen Bank Mitsubishi UFJ büßten 1,2 Prozent ein. Gegen den Trend legten die Papiere von Kreditgebern wie Aiful zu. Kreisen zufolge könnte die Regierung der Branche regulatorische Hürden aus dem Weg räumen, damit kleinere Unternehmen leichter an Kredite kommen. Aiful-Titel kletterten um 17,3 Prozent.

Bei den Exportwerten fielen die Papiere des Elektronikgiganten Sony um 5,8 Prozent. Die Aktien des Autobauers Honda verloren 2,1 Prozent.

An der New Yorker Wall Street war der Leitindex Dow-Jones am Freitag mit einem Minus von 2,5 Prozent bei 9 712 Zählern aus dem Handel gegangen. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 2,8 Prozent auf 1036 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq gab 2,5 Prozent nach auf 2 045 Punkte.

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