Börse Tokio: Nikkei schafft längste Gewinnserie seit 1959

Börse Tokio
Nikkei schafft längste Gewinnserie seit 1959

Der Aktienmarkt in Japan setzt seine Rally fort. Seit zwölf Wochen in Folge steigt der Index nun. Anleger hoffen auf eine Besserung der US-Wirtschaft. Zu den Gewinnern gehört der Elektronikkonzern Sharp.
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TokioDas japanische Börsenbarometer Nikkei hat sich am Freitag mit der zwölften Gewinnwoche in Folge ins Wochenende verabschiedet. Und das obwohl Job-Daten die Wall Street gelähmt haben. Die Erfolgsserie am Tokioter Aktienmarkt dauert damit nunmehr so lange an wie seit über 50 Jahren nicht mehr.

Die Anleger griffen vor allem bei Unternehmen zu, die mit ihren Quartalsergebnissen überzeugten. Dagegen dämpften laue Signale aus der chinesischen Industrie das Geschäft an anderen Börsen Asiens. Der chinesische Sektor setzte seine leichte Erholung im Januar zwar fort, wie zwei am Freitag veröffentlichte Einkaufsmanagerindizes zeigten. Doch der offizielle Wert fiel mit 50,4 Punkten niedriger als erwartet aus.

Das werde zwar nicht die Einschätzung ändern, dass die chinesische Wirtschaft ihren Erholungskurs fortsetze, sagte Naohiro Niimura von der Beratungsfirma Market Risk Advisory. "Die offiziellen Zahlen waren einfach nur weder gut noch schlecht." Doch dies reichte aus, um an vielen Börsen in Fernost frühere Gewinne weitgehend zunichte zumachen.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans schaffte es nur noch auf ein hauchdünnes Plus von knapp 0,1 Prozent. Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss 0,5 Prozent höher bei 11.191 Punkten.

Er reihte seine zwölfte Gewinnwoche in Folge aneinander - so viele wie seit 1959 nicht mehr. Seit Mitte November hat der Nikkei-Index rund 30 Prozent an Wert gewonnen. Zu diesem Zeitpunkt sprach sich der damalige Oppositionsführer und jetzige Ministerpräsident Shinzo Abe im Wahlkampf erstmals für eine aggressive Lockerung der Geldpolitik aus.

Für Aufwind an der Tokioter Börse sorgte am Freitag abermals die Schwäche des Yen, die Exporteure begünstigt. Der Dollar stieg über die Marke von 92 Yen und ist damit weiter auf dem Weg zum Kursziel der Regierung. Dieses liegt nach Einschätzung von Experten bei etwa 100 Yen.

Der Euro setzte seinen Höhenflug nicht nur zu der japanischen Währung sondern auch zum Dollar fort: Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,3619 Dollar bewertet, nach 1,3577 Dollar im späten US-Handel. Begründet wurde die Euro-Stärke mit abnehmenden Sorgen über die Schuldenkrise und die relativ zuversichtliche Einschätzung der Euro-Zone durch die EZB.

Anteilscheine von Sharp gewannen 2,9 Prozent. Kreisen zufolge dürfte der japanische Elektronikkonzern erstmals seit fünf Quartalen wieder einen Betriebsgewinn ausweisen. Softbank-Aktien legten gar 5,2 Prozent zu, nachdem das Mobilfunkunternehmen für das dritte Quartal eine Steigerung des Betriebsgewinns um 23,7 Prozent meldete.


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