Börse Tokio
Nikkei schließt auf höchstem Stand seit Mitte 2008

Die Tokioter Börse nimmt weiter Kurs in Richtung Fünfjahreshoch. Dank der lockeren Geldpolitik der japanischen Notenbank endete der Morgenhandel im Plus.
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Die asiatischen Aktienmärkte haben dank der starken Vorgaben aus den USA und positiver Konjunktursignale aus China deutliche Gewinne verbucht. In Tokio profitierte die Börse zudem weiter von der extrem lockeren Geldpolitik und den Konjunkturmaßnahmen von japanischer Notenbank und Regierung. Gefragt waren wegen des anhaltend schwachen Yens abermals vor allem Exportwerte.

Der Leitindex Nikkei beendete den Handel am Donnerstag knapp zwei Prozent fester bei 13.549 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit Juli 2008. Seit der Ankündigung des energischen Kampfes gegen die Deflation und für Wachstum durch den jetzigen Ministerpräsidenten Shinzo Abe im Wahlkampf Mitte November hat der Nikkei deutlich über 50 Prozent zugelegt. Der breiter gefasste Topix gewann 2,3 Prozent auf 1147 Zähler. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans tendierte 0,9 Prozent im Plus.

Besonders die jüngsten Daten zur Kreditvergabe in China sorgten in Fernost für gute Stimmung bei den Anlegern. Im März fanden sich in den Büchern der chinesischen Banken neue Kredite im Volumen von 1,06 Billionen Yuan (etwa 131 Milliarden Euro). Analysten werteten dies als weiteres Zeichen, dass die Konjunktur in der Volksrepublik an Fahrt gewinnt. Für Kauflaune sorgten außerdem die Rekordstände, die die Wall Street am Vortag erklommen hatte. Die zuletzt günstige Bewertung vieler Titel sowie die Hoffnung auf eine anhaltend lockere Geldpolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve ließ dort Investoren zugreifen. Der Dow-Jones -Index ging mit 14.802 Punkten aus dem Handel und damit auf einem so hohen Stand wie noch nie. Im Verlauf hatte er sogar die Marke von 14.826,66 Stellen erreicht.

Der Yen bewegte sich dagegen auf neue Tiefststände im Vergleich zu großen andere Währungen zu. Zum Dollar notierte er bei 99,74 Yen. Ein Euro kostete 130,33 Yen und 1,3069 Dollar.

Zu den Gewinnern in Japan zählten denn auch die Aktien exportorientierter Unternehmen, wie die Autohersteller - und dass trotz der Mitteilung kurz vor Handelsschluss in Tokio, dass die Unternehmen im großen Stil Fahrzeuge wegen Problemen mit Airbags zurückrufen. Toyota-Papiere gewannen 5,8 Prozent, Honda -Titel verteuerten sich um 3,1 Prozent, Mazda -Aktien legten fast vier Prozent zu. Der Airbag-Hersteller Takata ließ dagegen ordentlich Federn: Die Aktie verbilligte sich um neun Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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