Börse Tokio
Nikkei schließt mit leichtem Plus

Übersee-Konjunkturdaten stützen die Börsen in Tokio weiter: Der Nikkei legte auch am Dienstag zu. Aktien von Fuji Heavy stiegen. Unter Druck standen unterdessen Papiere des Textilherstellers Unitika.
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TokioDie Anleger in Fernost haben sich am Dienstag mit Aktienkäufen weitgehend zurückgehalten. Der MSCI-Index für asiatische Aktienmärkte außerhalb Japans notierte 0,2 Prozent im Minus. Gegen den Trend legten die Aktienbörsen in Tokio weiter zu. Der Tokioter Leitindex Nikkei ging mit einem Plus von 0,23 Prozent auf 14.636 Punkte aus dem Handel.

Die freundlichen Konjunkturdaten der beiden größten japanischen Handelspartner China und USA aus der vergangenen Woche würden die Kurse in Japan noch immer stützen, sagten Händler. Der deutliche Sieg des Milliardärs Petro Poroschenko bei der Präsidentenwahl in der Ukraine hatte Asiens Börsen zu Wochenbeginn auf den höchsten Stand seit einem Jahr getrieben.

Der vorläufige Einkaufsmanager-Index von HSBC für die chinesische Industrie war auf den höchsten Wert seit fünf Monaten gestiegen, was als Zeichen für eine Stabilisierung der Wirtschaft gedeutet wurde. Zudem waren in den USA mehr bestehende Eigenheime verkauft worden. Die US-Börsen hatten am Montag geschlossen.

Bei den Einzelwerten legten Aktien von Fuji Heavy ein Prozent zu. Das Wirtschaftsblatt "Nikkei" hatte berichtet, der Hersteller von Autos der Marke Subaru gehe davon aus, seine eigenen, mittelfristigen Gewinnziele zu übertreffen. Unter Druck standen indes Papiere von Unitika, die um 19 Prozent einbrachen. Der Textilhersteller braucht frisches Geld und will dafür neue Aktien im Volumen von umgerechnet 270 Millionen Euro an Banken ausgeben, mit denen er zusammenarbeitet.

Der Euro tendierte zum Dollar knapp 0,1 Prozent höher mit 1,3655 Dollar, liegt damit aber weiter nahe seines Dreimonats-Tiefs. Hintergrund ist die Erwartung, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik weiter lockern wird. Notenbank-Präsident Mario Draghi unterstrich am Montag auf Konferenz der EZB in Portugal die Handlungsbereitschaft der Währungshüter. Die EZB werde nicht zulassen, dass die Teuerungsrate zu lange auf einem zu niedrigen Niveau bleibe. Der EZB-Rat entscheidet am 5. Juni über seinen weiteren geldpolitischen Kurs. Draghi hatte schon Anfang Mai signalisiert, dass der EZB-Rat dann Maßnahmen gegen die niedrige Inflation ergreifen könnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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