Börse Tokio
Nikkei schließt zwei Prozent im Minus

Nach anfänglichen Gewinnen haben die Indizes in Tokio am Mittwoch ins Minus gedreht. Hinweise, dass die USA ihre lockere Geldpolitik weiterführen wird, drückten den Dollar im Vergleich zum Yen deutlich.
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TokioDie Aussicht auf eine vorerst unveränderte Politik des billigen Geldes in den USA wegen der nur schleppenden Erholung des dortigen Arbeitsmarktes hat den asiatischen Aktienmärkten Verluste eingebrockt. Händler sagten, vielerorts hätten Anleger am Mittwoch nun erst einmal Kasse gemacht und Gewinne mitgenommen.

Wegen der lockeren US-Geldpolitik, die nach Einschätzung von Experten nun nicht vor Beginn des nächsten Jahres gestrafft werden dürfte, sank der Dollar zum Euro auf ein Zweijahrestief und verbilligte sich auch zum Yen. Dies führte in Tokio zu Verkäufen von exportlastigen Werten, weil sich ihre Waren im Ausland durch den höheren Yen-Kurs verteuern.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss fast zwei Prozent im Minus bei 14.426 Punkten. Der breit gefasste MSCI -Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor 0,5 Prozent. Zunächst hatte der Nikkei noch zugelegt und sich von der guten Stimmung an der Wall Street anstecken lassen. Die Erwartung einer unverminderten Geldschwemme hatte dort am Dienstag die Rekordjagd angeheizt.

Auslöser war der wegen des vorübergehenden Verwaltungsstillstands verspätet veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für September. Die Beschäftigtenzahl wuchs weniger stark als erwartet. Die Anleger werteten dies als Hinweis darauf, dass die Fed ihre Konjunkturspritzen erst im kommenden Jahr zurückfahren könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher bei 15.467 Punkten. Der S&P stieg 0,6 Prozent auf 1754 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 3929 Punkte.

In Tokio stachen bei den Einzelwerten die Aktien von Softbank hervor. Bei hohen Umsätzen zogen sie zeitweise auf ein neues 13-Jahres-Hoch an.

Bis Handelsschluss gaben sie um 0,2 Prozent nach. In diesem Jahr hat das Papier bereits 150 Prozent hinzugewonnen. Der japanische Telekomkonzern hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, über einen Einstieg bei dem amerikanischen US-Mobilfunktechnik-Händler Brightstar zu verhandeln.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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