Börse Tokio
Nikkei schlittert weiter abwärts

Der Aktienmarkt in Japan hat sich an den negativen Vorgaben der Wall Street orientiert und erneut Verluste verzeichnet. Vor allem Exportwerte gingen durch die Hände der Anleger.
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TokioDie Aussicht auf einen baldigen Einstieg in den Ausstieg aus der ultralockeren US-Geldpolitik hat die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag belastet. Nach der Haushaltseinigung in den USA seien die Belastungen durch die automatischen Ausgabenkürzungen für die weltweit führende Volkswirtschaft gesunken.

Deswegen schwinde auch für die US-Notenbank Fed die Notwendigkeit, die Wirtschaft weiterhin anzukurbeln, schrieben die Experten von Societe Generale. Nun sei es sogar möglich, dass die Hüter des Dollar schon im Januar die Anleihekäufe von derzeit monatlich 85 Milliarden Dollar drosseln.

Für die Aktienmärkte bedeutet das langsame Ende des ultrabilligen Geldes nichts Gutes: Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans gab 0,8 Prozent nach und fiel zeitweise auf den niedrigsten Stand seit dem 1. Oktober.

Der japanische Nikkei verlor 1,12 Prozent auf 15.341 Zähler, der breiter gefasste Topix gab 0,66 Prozent auf 1242 Punkte nach. Es ist bereits der dritte Tag mit Rückgängen für den Nikkei-Index. Dennoch ist die Bilanz seit Jahresauftakt beeindruckend.

Mit einem Plus von 48 Prozent ist er auf dem Weg, den stärksten Anstieg binnen eines Jahres seit 1972 zu erreichen. Dabei spielen vor allem die ultralockere Geldpolitik in Japan sowie die staatlichen Konjunkturprogramme eine Rolle. Ministerpräsident Shinzo Abe will mit einer Geldflut die seit Jahrzehnten das Land lähmende Deflation beenden und die Wirtschaft aus ihrer Starre lösen.

Auch außerhalb Japans gaben alle wichtigen Aktienmärkte nach. In China verlor der Index der Börsen Shanghai und Shenzhen 0,1 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Zudem mehren sich auch in China die Anzeichen für eine straffere Geldpolitik, nachdem wohl das Wachstumsziel der Notenbank von 7,5 Prozent in diesem Jahr erreicht wurde.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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