Börse Tokio
Nikkei schwächelt nach Krim-Referendum

Das Krim-Referendum hat der Börse in Tokio einen schwachen Start in die Woche beschert - zu einem Kurssturz kam es aber nicht.
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TokioNach dem Referendum auf der ukrainischen Halbinsel Krim hat die Börse in Tokio am Montag schwächer geschlossen. Die überwältigende Mehrheit der Krim-Bewohner sprach sich am Sonntag für einen Anschluss an Russland aus.

Der Ausgang der vom Westen als völkerrechtswidrig eingestuften Volksabstimmung sei erwartet worden, sagte Tohru Sasaki von JPMorgan Chase. "Das Augenmerk liegt jetzt darauf, welche Schritte Russland und der Westen als nächstes unternehmen werden."

Es wird eine Sanktionsspirale befürchtet, in der sich beide Seiten gegenseitig mit Strafmaßnahmen überziehen und damit wirtschaftlich schwächen. Ein Händler einer japanischen Bank erläuterte, es könne sein, dass der optimistische Ausblick auf die Weltkonjunktur nun allmählich revidiert werde. In diesem Fall dürfte es dann auch zu größeren Kapitalabflüssen aus riskanteren Anlagen kommen, betonte er.

In Japan ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent tiefer aus dem Handel mit rund 14.278 Punkten. Besonderes Augenmerk galt den Softbank-Aktien, die fast fünf Prozent in die Höhe schossen. Am Wochenende hatte die chinesische Softbank-Beteiligung Alibaba ihren Börsengang in den USA angekündigt. Das Emissionsvolumen des Internetversandhändlers könnte mehr als 15 Milliarden Dollar betragen.

Auch an anderen Börsen in Asien drückte das Krim-Referendum auf die Stimmung. Der MSCI-Index für die Aktienmärkte ohne Japan notierte 0,1 Prozent im Plus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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