Börse Tokio: Nikkei steigt mehr als ein Prozent

Börse Tokio
Nikkei steigt mehr als ein Prozent

Starke Konjunkturdaten aus China und Australien haben Hoffnungen auf ein anhaltendes Wachstum in Asien genährt und den Börsen in Fernost zu Kursgewinnen verholfen. Die Investoren setzten ihr Vertrauen darauf, dass Asiens Wirtschaft trotz eines möglichen Rückfalls in die Rezession in den USA in guter Verfassung ist. Vor allem die Aktien von Rohstofffirmen notierten fester, weil die Händler mit einem anhaltenden Hunger Chinas nach Grundstoffen rechnen.
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HB SINGAPUR. In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte 1,17 Prozent höher bei 8927 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,84 Prozent auf 811 Zähler. Auch die Börsen in Hongkong, Seoul, Taiwan und Sydney legten zu. Der Aktienmarkt in Shanghai notierte dagegen schwächer.

In New York hatten die Aktienbörsen am Vorabend nahezu unverändert geschlossen. Der Dow Jones der Standardwerte notierte bei 10 015 Zählern, der S&P 500 bei 1049 Punkten und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 2114 Zählern. Zugleich flüchteten sich die Investoren in als sicher geltende US-Staatsanleihen. Die Renditen bei zehnjährigen US-Papieren fielen so stark wie seit Ende 2008 nicht mehr, als der Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers für Panik gesorgt hatte.

"Der Markt sorgt sich immer noch um den Schwung der Weltwirtschaft", sagte Daniel Chan, Chefvolkswirt und Vermögensverwalter bei BWC Capital Markets in Hongkong. "Auf Basis der Fundamentaldaten werden aber einige ihr Geld nach Asien umschichten." So stieg der Einkaufsmanagerindex in China auf 51,7 Punkte von 51,2 Zählern im August und notiert damit über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Die Wirtschaftsleistung in Australien stieg zugleich im zweiten Quartal um 1,2 Prozent und damit stärker als erwartet. Der australische Dollar legte daraufhin zur US-Währung zu, weil Händler mit steigenden Zinsen auf dem fünften Kontinent rechnen.

Der japanische Yen gab leicht nach, nachdem Ichiro Ozawa, der Rivale von Ministerpräsident Naoto Kan, eine Intervention am Devisenmarkt bei einem deutlichen Anstieg der japanischen Währung angekündigt hatte. Es wird damit gerechnet, dass Japan eingreift, sollte die Währung an einem einzigen Tag ein oder zwei Prozent an Wert gewinnen und sich der Marke von 80 Yen je Dollar nähern.

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