Börse Tokio
Nikkei tief im Minus

Der Nikkei beendet den siebte Handelstag mit Verlusten. Die Unsicherheit über eine erneute Eskalation der Euro-Krise sorgt für Verkäufe. Am meisten verlor der Elektronikkonzern Sony.
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TokioUnsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft haben die Aktienmärkte in Fernost belastet. Insgesamt lagen die asiatischen Börsen am Mittwoch den dritten Tag in Folge im Minus, der Nikkei-Index in Japan sogar den siebten. Die Märkte seien zu Beginn des Jahres aufgrund etwas besserer US-Daten und der Hoffnung auf Fortschritte in der europäischen Schuldenkrise wohl vorgeprescht, sagten Händler.

Diese Entwicklung kehre sich nach schwachen Konjunkturdaten aus China und den USA sowie wegen der Angst vor einer Eskalation der Euro-Krise nun wieder um. „Wir haben uns Sorgen um Griechenland gemacht und dabei die Probleme in Italien, Spanien und europäischen Randstaaten aus den Augen verloren“, sagte Yutaka Miura, Analyst bei Mizuho Securities. Die Korrektur werde bis zu den Treffen der japanischen Notenbank und der US-Notenbank Federal Reserve Ende des Monats wohl anhalten. Viele Marktteilnehmer erwarteten, dass sich dann die Bank von Japan zu einer weiteren Lockerung der Geldpolitik entschließt.

Die asiatischen Börsen außerhalb Japans fielen am Mittwoch um 0,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit zehn Wochen. In Japan ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 9458 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,9 Prozent auf 805 Zähler.

Auch in Südkorea, Shanghai, Hongkong, Australien und Singapur ging es abwärts. Lediglich der Markt in Taiwan verbuchte leichte Gewinne, nachdem der Apple -Zulieferer Hon Hai Precision seinen Umsatz im März um 30 Prozent steigerte.

Größte Verlierer waren japanische Elektronikwerte. Sie wurden von Sony heruntergezogen. Der Elektrokonzern hatte am Dienstag mitgeteilt, der Verlust für das kürzlich zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2011/2012 sei gut doppelt so hoch ausgefallen als noch zuletzt veranschlagt. Die Papiere fielen 4,5 Prozent.

Auch bei Sharp ist der Verlust 2011/12 deutlich höher ausgefallen als erwartet. Die Aktien verbilligten sich um mehr als drei Prozent. Panasonic -Anteilsscheine gaben über zwei Prozent nach. Auf den Exportwerten lastete der stärkere Yen. Autowerte wie Toyota oder Honda ließen 1,2 beziehungsweise 1,8 Prozent Federn.

Der Euro präsentierte sich bei 1,31 Dollar weitgehend stabil. Der Ölpreis erholte sich leicht, nachdem er in Reaktion auf spürbar gesunkene Importe Chinas am Dienstag auf den niedrigsten Stand seit sieben Wochen gefallen war.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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