Börse Tokio
Nikkei tritt auf der Stelle

An der Börse in Tokio haben sich die Anleger zurückgehalten. Die Indizes schlossen etwas höher. Die Sorgen um eine nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft nach enttäuschenden Konjunkturdaten hielten an.
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TokioDer 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von knapp 0,3 bei 9719 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,1 Prozent zu auf 839 Zähler.

Investoren warteten ab, wie sich die politische Situation entwickelt. In den kommenden Tagen wird sich Regierungschef Naoto Kan wegen Kritik an seinem Krisenmanagement in der Atomkatastrophe einem Misstrauensvotum im Parlament stellen. Er dürfte die Abstimmung nach Ansicht von Beobachtern überstehen - wenn auch politisch angeschlagen. „Für ausländische Anleger könnte die Unsicherheit in der politischen Großwetterlage ein Grund sein, mit Investitionen in das Land zu zögern“, sagte Analyst Kazuhiro Takahashi von Daiwa Securities.

Gewinne von Mediathek halfen der Börse. Der Chipdesigner hatte zuvor eine neue Partnerschaft mit Yahoo angekündigt. Gewinne verzeichnete auch Singapur. Verluste gab es hingegen in Shanghai, Südkorea sowie Hongkong.

In Japan gehörten die Aktien des Elektronikkonzerns Sony zu den Gewinnern. Der Finanzchef des Unternehmens hatte der Zeitung „Nikkei“ gesagt, Sony wolle die operativen Verluste in seiner TV-Sparte im laufenden Geschäftsjahr um mindestens die Hälfte reduzieren. Die Sony-Aktien legten 0,8 Prozent zu. Auch Solarwerte kamen erneut gut an. Sie profitierten von der Ankündigung Kans, stärker in Erneuerbare Energien zu investieren. Die Anteilsscheine von Takashima und Sankyo Metal Industrial schossen um 5,4 beziehungsweise 12,8 Prozent in die Höhe.

Zu den Verlieren gehörten Aktien von Toyota mit einem Minus von 0,6 Prozent und Nissan, die 0,9 Prozent verloren. Toyota kündigte erneut einen Rückruf an und orderte Modelle seines Hybrid-Autos Prius in die Werkstätten.

Der Euro profitierte im fernöstlichen Handel von Hoffnungen auf eine Lösung in der griechischen Schuldenkrise. Die Gemeinschaftswährung legte auf 1,4432 Dollar zu und pendelte um ein Drei-Wochen-Hoch gegenüber der US-Währung. Dem „Wall Street Journal“

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