Börse Tokio
Nikkei verliert fast drei Prozent

Schwache US-Vorgaben ziehen japanische Aktien ins Minus. Der Nikkei fällt auf den tiefsten Stand seit drei Wochen. Der stärkere Yen belastet Exportwerte. Zu den Verlierern gehört ein Partner von Siemens.
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TokioDie Sorge vor einem Bürgerkrieg in der Ukraine und Vorgaben der Wall Street haben am Mittwoch die Aktienmärkte in Fernost nach unten gezogen. Die mit Abstand größten Abschläge verbuchte der Nikkei-Index mit einem Minus von 2,9 Prozent auf 14.033 Punkte. Das war der höchste Verlust an einem Tag seit Ende März. Die beiden vorangegangenen Tage hatte die Börse in Tokio feiertagsbedingt geschlossen. Auch an den anderen Handelsplätzen ging es bergab. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte ohne Japan lag 0,7 Prozent im Minus. In China sorgten Daten, die eine Konjunkturabkühlung signalisieren, für Zurückhaltung.

Das Wachstum der chinesischen Dienstleistungsbranche schwächte sich im April ab. Das zeigte der Einkaufsmanagerindex der Bank HSBC und des Forschungsinstituts Markit. Er fiel auf 51,4 von 51,9 Punkten im März, lag damit aber über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Andere Einkaufsmanagerindizes signalisierten jüngst, dass auch die Industrie an Fahrt verliert.

In Tokio belastete der stärkere Yen vor allem Exportfirmen. Die Aktien des Autobauers Toyota, der in dieser Woche sein Jahresergebnis vorlegen wird, verloren mehr als zwei Prozent. Honda -Papiere büßten fast drei Prozent ein. Aktien von Mitsubishi Heavy Industries fielen sogar um rund 3,5 Prozent. Das Unternehmen bildet mit Siemens ein Gemeinschaftsunternehmen, das sich auf das Geschäft mit der Metallindustrie konzentrieren soll.

Der Euro notierte etwas niedriger bei 1,3922 Dollar, nachdem die Einheitswährung auf ein Zweimonatshoch von 1,3952 Dollar gestiegen war. Zum Yen gab die US-Währung auf ein Drei-Wochen-Tief von 101,49 Yen nach. Händlern zufolge richtet sich nun der Blick auf die Anhörung von Fed-Chefin Janet Yellen vor dem US-Kongress.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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