Börse Tokio
Nikkei verliert mehr als zwei Prozent

Zypern hat zuerst Europas, dann die amerikanischen und nun auch die Märkte in Asien beunruhigt. Der Nikkei geht mit deutlichen Verlusten aus dem Handel. Vor allem Exportwerte hat es erwischt.
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TokioDie Furcht vor einer Staatspleite Zyperns und Anzeichen für eine Konjunkturflaute haben Asiens Börsen zum Wochenschluss auf den niedrigsten Stand seit Monaten gedrückt. An fast allen Börsen trennten sich die Anleger von Aktien. Die Europäische Union hat Zypern bis Montag Zeit gegeben, mehrere Milliarden Euro aufzubringen und so Zugang zum Rettungspaket zu erhalten. Sollte das nicht gelingen, droht dem Land der Zusammenbruch des Finanzsystems und ein Austritt aus der Euro-Zone.

Der japanische Leitindex Nikkei verlor bis Handelsschluss 2,35 Prozent auf 12.338 Punkte. Außerhalb Japans fielen die Kursrückgänge geringer aus: Der MSCI-Index für die asiatischen Börsen außerhalb Japans verlor 0,24 Prozent.

Auch schwache Konjunkturdaten belasteten die Stimmung. So signalisierten die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland überraschend schrumpfende Geschäfte in der Industrie, Frankreich dürfte in eine Rezession abgerutscht sein. Ihr Augenmerk richten die Investoren nun auf den Ifo-Index für die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft, der am Freitag veröffentlicht werden sollte. Die Aussicht auf eine schwächere Konjunktur drückte vor allem die Exportwerte ins Minus: In Tokio verloren die Aktien von Toyota 2,2 Prozent, die Honda-Papiere gaben 2,7 Prozent nach, die Sony-Titel 1,8 Prozent.

Die Experten von Barclays Capital verwiesen jedoch darauf, dass die Aktienmärkte zuletzt kräftige Kursgewinne verzeichneten. "Wir gehen davon aus, dass eine Korrektur begrenzt ist, wenn man sich die fundamentale Unterstützung für die Aktienmärkte ansieht: Anhaltende Stütze durch die Geldpolitik, das geringe Risiko einer zyklischen Konjunkturschwäche und attraktive Renditen im Vergleich zum Aktienmarkt."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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