Börse Tokio
Nikkei zum Wochenschluss mit Gewinnen

Zum Wochenschluss geht es an der Börse in Tokio noch einmal bergauf. Der Nikkei steigt dank guter Vorgaben aus den USA. Allerdings bleibt die Lage wackelig, da der Yen keine Anzeichen von Schwäche zeigt. Schlechte Nachrichten gibt es von Toyota. Dem Unternehmen droht Medien zufolge ein Absatzeinbruch.
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HB TOKIO. Beflügelt von positiven Konjunkturdaten aus China und den USA haben die asiatischen Börsen am Freitag Gewinne verbucht. In der Volksrepublik gewann die Industrieproduktion überraschend deutlich an Schwung, und die US-Wirtschaft erholte sich im Frühjahr etwas stärker als erwartet. Auch ein kräftiger Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA verbreitete Zuversicht, dass es mit der Wirtschaft weltweit bergauf geht. An der Börse in Tokio gehörten vor allem Exporteure wie der Digitalkamerahersteller Canon zu den Gewinnern.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,4 Prozent im Plus bei 9404 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um knapp 0,1 Prozent auf 829 Punkte. Auch die Börsen in Singapur, Südkorea und Taiwan legten zu. Die Börsen in Shanghai und Hongkong blieben am Freitag zum Auftakt mehrerer Feiertag geschlossen.

„Die Wirtschaftsdaten aus den USA waren ganz gut“, sagte Analyst Kazuhiro Takahashi. Auch sein Kollege Koichi Nosaka stellte fest, dass die Investoren ihren Pessimismus langsam hinter sich lassen. „Die japanischen Aktien gewinnen an Boden“, sagte er. Die Anleger korrigierten etwas ihren vorsichtigen Kurs, den sie wegen der Befürchtungen um Europas Finanzen und den Anstieg des Yen eingeschlagen hatten.

Canon-Aktien legten 1,9 Prozent zu. Die Anteilsscheine des Autoherstellers Honda gewannen 0,9 Prozent. In Südkorea stiegen die Papiere von Hyundai Motor um 2,6 Prozent.

Vom Aufwind für die Exportunternehmen konnte dagegen Toyota nicht profitieren. Die Aktien des japanischen Autobauers verloren 0,5 Prozent. Der Konzern steht einem Zeitungsbericht zufolge vor einem Absatzeinbruch: Bei den Toyota-Händlern in Japan seien die Bestellungen im September um 40 Prozent eingebrochen, berichtet die Zeitung „Nikkei“. Hintergrund sei das Auslaufen der staatlichen Umweltprämie zum Monatsanfang gewesen.

Panasonic-Papiere gerieten unter Druck, nachdem das US-Justizministerium gegen das Unternehmen Vorwürfe der Preisabsprachen mit einer Tochter des US-Konzerns Whirlpool erhoben hatte. Panasonic-Aktien gaben 0,6 Prozent nach.

Die Anleger trennten sich auch noch von Banktiteln wie Mizuho Financial, die sich um 2,5 Prozent verbilligten.

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