Börse Tokio
Notenbanken-Aktion treibt Kurse in die Höhe

Die koordinierten Maßnahmen der Zentralbanken gegen die drohende Kreditklemme hat am Donnerstag die Börsen in Asien beflügelt. Analysten sind allerdings noch immer skeptisch, ob der Schritt ausreicht.
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TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag mit deutlichen Gewinnen auf die koordinierte Aktion der wichtigsten Notenbanken reagiert. Wie in den schlimmsten Tagen der Finanzkrise stellten die Währungshüter den Banken in einem abgestimmten Schritt mehr Geld zur Verfügung. Damit sollen die Spannungen an den Märkten abgebaut und die Realwirtschaft unterstützt werden. Allerdings gaben Analysten zu Bedenken, dass der Schritt die Schuldenprobleme einiger Euro-Länder auf Dauer nicht lösen werde. Bei den Devisen konnte die europäische Gemeinschaftswährung ihre jüngsten Gewinne verteidigen.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,9 Prozent fester bei 8597 Punkten und erreichte damit den höchsten Stand seit zwei Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,6 Prozent auf 740 Punkte zu. Auch in Taiwan, Südkorea, Singapur und Hongkong legten die Kurse deutlich zu.

Die Zentralbanken der Eurozone, der USA, Kanadas, Japans, Großbritanniens und der Schweiz stellen den Banken mehr Geld zur Verfügung. Mit dem Schritt wollen die Notenbanken das globale Interbankensystem ausreichend mit Dollar versorgen. Allerdings blieben Analysten skeptisch. „Damit werden lediglich die Notfallmaßnahmen ausgeweitet. Viel wichtiger ist die Frage, ob Europa einen größeren Rettungsfonds bekommt“, sagte Soichiro Monji von Daiwa SB Investments.

Bei den Einzelwerten gehörten japanische Bauunternehmen und Frachtkonzernen zu den größten Gewinnern. Die chinesische Notenbank hatte zuvor die Mindestreserve-Quote für die größten chinesischen Institute gesenkt, was Hoffnungen auf mehr Wachstum in dem Riesenreich und damit auch auf weitere Exportchancen für japanische Firmen belebte. In Tokio gewannen Komatsu -Papiere 7,2 Prozent, Rivale Hitachi Construction

legte 7,3 Prozent zu. Aufwärts ging es 2,3 Prozent auch für den in einen Bilanzskandal verwickelten Kamerahersteller Olympus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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