Börse Tokio
Notenbanken helfen Aktien in Asien

Die Börse in Tokio erholt sich von den schlechten Konjunkturdaten aus China. Investoren sind risikofreudig trotz trüber Konjunkturdaten. Die Sharp-Aktie legt nach einem Bericht über eine Allianz mit Intel zu.
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TokioDie Konjunkturhilfen der wichtigen Notenbanken haben Asiens Börsen zum Wochenschluss gestützt. In den Hintergrund traten am Freitag trübe Daten zur Entwicklung der Industrie in China, der Euro-Zone und den USA. "Die geldpolitischen Lockerungen der Zentralbanken veranlassen die Investoren dazu, größere Risiken einzugehen", konstatierte Derivate-Stratege Olivier Korber von Societe Generale.

Zuletzt hatten sowohl die US-Notenbank (Fed) als auch die Bank von Japan neue Wertpapier-Ankäufe angekündigt, um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. Die Europäische Zentralbank (EZB) will künftig Staatsanleihen kriselnder Euro-Staaten kaufen, wenn diese zuvor unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen und sich Reformauflagen unterwerfen.

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index der Standardwerte 0,3 Prozent höher aus dem Handel mit 9110 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann ebenfalls 0,3 Prozent auf 756 Zähler. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag rund 0,9 Prozent im Plus.

Zu den Gewinnern am japanischen Aktienmarkt zählte das Papier von Sharp. Die Papiere des angeschlagenen TV-Geräteproduzenten profitierten von einem Medienbericht, nach dem das Unternehmen in Gesprächen mit dem US-Chipgiganten Intel über eine Kapitalallianz sei. Trotz eines Dementis durch Sharp stiegen die Papiere des japanischen Unternehmens um fünf Prozent.

Ein Thema am Markt blieb der Streit Japans mit China um eine Inselgruppe. Der Panasonic-Kurs gab 2,3 Prozent nach. Nach Auskunft des Unternehmens ist weiter unklar, wann die Produktion in seiner bei Protesten beschädigten Fabrik in China wiederaufgenommen wird. Die Aktien der Baumaschinenhersteller Komatsu und Hitachi Construction Machinery gaben um bis zu 1,6 Prozent nach. Beide Unternehmen haben ein großes China-Geschäft.

An den Devisenmärkten in Fernost legte der Euro um 0,1 Prozent zu auf 1,2986 Dollar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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