Börse Tokio: Ölpreis-Verfall schickt den Nikkei weiter bergab

Börse Tokio
Ölpreis-Verfall schickt den Nikkei weiter bergab

Der Ölpreis taumelt weiter, die Aktien der Branche gehören in Japan gerade zu den großen Verlierern. Die Tokioter Börse sinkt erneut ins Minus. Exportwerte litten zudem unter dem Anstieg des Yen.
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TokioDie anhaltende Talfahrt der Ölpreise sowie die Unsicherheit vor den Wahlen in Griechenland haben die Aktienmärkte in Fernost am Mittwoch erneut belastet. "Im Moment konzentriert sich der Markt auf die negativen Folgen fallender Ölpreise, wie die Auswirkungen auf die Ölförderländer", sagte Tsuyoshi Shimizu, Chefstratege von Mizuho Asset Management. Auf die Stimmung drückte auch, dass die Weltbank wegen der schleppenden wirtschaftlichen Entwicklung in der Euro-Zone und in Japan ihre Wachstumsprognose für die kommenden beiden Jahre gekappt hat.

Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien außerhalb Japans notierte 0,7 Prozent niedriger. Am höchsten fielen die Verluste an der Börse in Tokio aus, wo der Nikkei-Index 1,7 Prozent auf 16.795 Punkte nachgab. Zu den größten Verlierern gehörten Aktien von Firmen aus der Ölbranche. JX Holdings-Papiere sanken fast vier Prozent, Showa Shell büßte knapp drei Prozent ein. Zudem gerieten Aktien von Handelshäusern, die stark in der Energiebranche aktiv sind, unter Druck.

In Australien gab der Index rund ein Prozent nach. Investoren verunsicherte vor allem ein Einbruch der Kupfer-Preise. Das Metall wird häufig als Barometer für die Nachfrage der Industrie gesehen. Auch an den übrigen Börsen in Fernost sorgten die eingetrübten Konjunkturaussichten und der gesunkene Ölpreis für Verluste. Die Nordsee-Ölsorte Brent verbilligte sich weiter um 0,6 Prozent auf 46,30 Dollar, die US-Ölsorte WTI um 0,5 Prozent auf 45,67 Dollar.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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