Börse Tokio
Optimismus im US-Haushaltsstreit bringt Kursplus

Die Anleger in Japan sind zuversichtlich, dass der US-Haushaltsstreit bald beigelegt ist. Außerhalb Japans stiegen die Aktienmärkte auf den höchsten Stand seit fünf Monaten. Nur in China gaben die Kurse nach.
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TokioDie Aussicht auf einen Kompromiss im US-Haushaltsstreit hat den asiatischen Aktienmärkten am Dienstag zu Kursgewinnen verholfen. Die Hoffnung, dass eine Zahlungsunfähigkeit der weltweit größten Volkswirtschaft doch noch verhindert werden kann, ließ die Aktien auf den höchsten Stand seit Monaten steigen.

Dennoch warnten einige Experten vor allzu großem Optimismus, solange noch kein Kompromiss in trockenen Tüchern ist. "Wir verspüren keine Zufriedenheit, aber gehen davon aus, dass eine ernsthafte Staatspleite, mehr als nur Zahlungsverzögerungen von wenigen Tagen, höchst unwahrscheinlich ist", schrieben die Fachleute von JPMorgan.

Der Index für die asiatischen Märkte außerhalb Japans gewann 0,8 Prozent und stieg auf den höchsten Stand seit dem 23. Mai. In Tokio gewann der Nikkei 0,26 Prozent, der breiter gefasste Topix schloss 0,03 Prozent höher. Der Dollar gehörte ebenfalls zu den Gewinnern.

Nach wochenlangem Ringen zeichnet sich nun ein Kompromiss ab, der demokratische Fraktionschef Harry Reid stellte indirekt für Dienstag eine Einigung in Aussicht. Auch die Republikaner zeigten sich optimistisch. Insider berichteten, die Schuldengrenze könnte dem Kompromissvorschlag zufolge so weit angehoben werden, dass das Geld bis Mitte Februar reicht.

Die Regierungsgeschäfte sollen bis Mitte Januar finanziert werden. Börsianer befürchten, dass es danach wieder zu einem Stillstand der Regierung kommen könnte. "Die US-Politiker schieben das Problem nur vor sich her, und wir werden im Januar den nächsten Stillstand haben. Unter derartigen Umständen wäre es für die US-Notenbank Fed sehr schwierig, ihre Konjunkturstützen zurückzufahren", sagte Masafumi Yamamoto, Devisenstratege bei Praevidentia Strategy.

In China gaben dagegen die Kurse nach, der CSI300 verlor 0,6 Prozent, der Index der Börse Shanghai gab 0,4 Prozent nach. Die Notenbank ließ den Kurs der Landeswährung Yuan auf ein Rekordhoch steigen und unterstrich so ihren Willen, die Reformen des Währungssystems voranzubringen.

Experten kritisierten die Entscheidung: "Die Unternehmen hoffen, dass der Yuan jetzt nicht weiter steigt, weil die Exporte schon jetzt sehr schlecht laufen", sagte ein Händler in Shanghai. "Wenn der Kursanstieg weitergeht, könnten die Ergebnisse wirklich hässlich werden." Schon jetzt ist das Wachstum in China so gering wie seit vielen Jahren nicht. Eine stärkere Währung verteuert Exporte, verbilligt aber Importe und kommt damit dem heimischen Konsum zugute.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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