Börse Tokio
Rekordstimmung an Wall Street beflügelt Asiaten

Das Hoch des Dow-Jones-Index treibt den Nikkei-Index in Richtung 12.000 Punkte. Aktien von Sharp ziehen an, weil Gerüchte über einen Einstieg von Samsung bei den Japanern aufkamen.
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TokioAngetrieben vom jüngsten Rekordhoch des US-Leitindex Dow Jones haben die Aktienmärkte in Asien deutlich zugelegt. So hoch notierten Aktien in der Region seit zwei Jahren nicht mehr. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktien ohne Japan legte ein Prozent zu.

Kursgewinne in ähnlicher Höhe gab es an den Börsen in Shanghai und Hongkong. In Australien stiegen die Kurse so hoch wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr, weil Investoren auf weiteres Wachstum in China vertrauen. Angeheizt von der Spekulation auf weitere Geldspritzen der Notenbanken setzten auch die Anleger in Tokio wieder mehr auf Risiko und deckten sich kräftig mit Aktien ein.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zog nachmittags noch einmal an und schloss 2,13 Prozent höher auf 11.913 Punkten - die Marke von 12.000 Punkten ist damit in unmittelbarer Reichweite und könnte in den nächsten Tagen fallen.

Dass Aktien in Japan auf breiter Front steigen, belegt der breiter gefasste Topix-Index. Er stieg um starke 1,5 Prozent auf 1,003.22 Punkte. Das Marktbarometer schloss damit erstmals seit Anfang Oktober 2008 über der Marke von 1000 Punkten.

An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index zuvor den höchsten Stand seiner Geschichte erreicht: Das Börsenbarometer durchbrach die bisherigen Höchststände von 2007 in einer breiten Rally, die von der Hoffnung der Investoren auf eine Besserung der US-Konjunktur angefeuert wurde.

Zu den Gewinnern in Japan zählten Exporteure wie Toyota Motor. Der Aktienkurs des Autobauers legte rund 1,4 Prozent zu. Die Papiere von Sony verteuerten sich um 1,2 Prozent.

Die Anleger des Unterhaltungselektronik-Herstellers Sharp konnten sich sogar über einen Kursprung von 13 Prozent freuen. Der südkoreanische Rivale Samsung will Insidern zufolge mit drei Prozent bei den Japanern einsteigen. Für den Minderheitsanteil wolle Samsung zehn Milliarden Yen (umgerechnet rund 82 Millionen Euro) zahlen, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters.

Zudem würden beide Konkurrenten eine strategische Partnerschaft eingehen, hieß es weiter. Das Bündnis sollte noch im Tagesverlauf bekanntgegeben werden. Samsung und Sharp lehnten allerdings zunächst eine Stellungnahme ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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