Börse Tokio: Schuldenlage in Europa trübt den Handel ein

Börse Tokio
Schuldenlage in Europa trübt den Handel ein

Sorgen über die Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa auf die japanische Wirtschaft haben am Donnerstag den Aktienmarkt in Tokio belastet.
  • 1

TokioDer 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss bei niedrigen Umsätzen 0,8 Prozent tiefer bei 8488 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,9 Prozent auf 736 Punkte. Die übrigen asiatischen Börsen tendierten uneinheitlich. In Taiwan, Singapur, Hongkong überwogen leichte Gewinne, während die Aktien in Shanghai, Seoul und Australien ebenfalls nachgaben.

Analysten sprachen insbesondere von der Erwartung, dass die Krise auch auf längere Sicht den Euro gegenüber dem Yen drücken und damit die japanischen Exporte verteuern werde. „Der starke Yen wird nicht als ein vorübergehendes, kurzfristiges Problem gesehen, und das belastet den Markt“, sagte Yutaka Miura von Mizuho Securities. Die Schuldenkrise stehe eindeutig im Mittelpunkt: „In diesem Jahr gibt es kein anderes Thema als Europa.“ Zu den Verlierern gehörten Stahlhersteller wie Nippon Steel mit einem Minus von etwa ein Prozent im Verlauf. Die Zeitung „Nikkei“ hatte berichtet, Toyota Motor verlange eine Senkung der Stahlpreise. Die Aktien des Chipherstellers Elpida stürzten um mehr als sieben Prozent ab. Grund war ein Bericht, der Konzern habe sich bei seinen Kunden um eine Finanzspritze in Höhe von umgerechnet 500 Millionen Dollar bemüht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Börse Tokio: Schuldenlage in Europa trübt den Handel ein"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die enorme Gewinne die deutsche Konzerne im Euroraum realisiert haben, sind, wegen des starken Euro, fast allein ins Nichteuroausland reinvestiert worden. Bsp.: VW will größter Autobauer der Welt werden und baut Fabriken in der ganzen Welt mit Gewinne die im Euroraum realisiert wurden.
    Egal wer die Gewinne macht, Hauptsache sie werden wieder da reinvestiert wo sie realisiert wurden und die Wirtschaften der Euroländer nicht eingeht.
    Die deutsche Vakuum- oder Schleuderpumpe, bewirkt aber gerade dies.
    Wir erleben, über den permanenten deutscher Leistungsbilanzüberschuss, eine Kapitalflucht vom Euroraum ins Nichteuroausland.
    Das dürfen wir uns Europäer aller Couleurs und aller Ländern nicht gefallen lassen, mit allen Mitteln, legal oder illegal, muss das verhindert werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%