Börse Tokio: Schwache Goldman-Zahlen drücken Stimmung

Börse Tokio
Schwache Goldman-Zahlen drücken Stimmung

Enttäuschende Bilanzen von US-Großbanken belasten auch die Börsen in Japan. Zwar drehte der Nikkei-Index im Verlauf in die Gewinnzone, konnte sein Plus aber nicht halten.
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TokioDie asiatischen Börsen haben sich zum Wochenschluss weitgehend unverändert gezeigt. Die Kursverluste am Donnerstag an den US-Börsen infolge schwacher Quartalszahlen von Goldman Sachs und Citigroup hätten auf die Stimmung gedrückt, sagten Händler. Es gebe aber die Erwartung, dass die am Freitag noch erwarteten Daten etwa vom US-Arbeitsmarkt ein freundliches Bild der weltgrößten Volkswirtschaft zeichnen würden.

In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 0,1 Prozent leichter bei 15.734 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte hingegen 0,2 Prozent zu auf 1297 Zähler. Der MSCI-Index der wichtigsten Aktien des Asien-Pazifik-Raums außerhalb Japans kletterte um 0,1 Prozent. In Hongkong stieg der Hang Seng um 0,6 Prozent. In Australien notierten die Kurse kaum verändert, der Kospi in Südkorea gab 0,7 Prozent nach.

Ein starkes Börsendebüt gab der Ventilhersteller Neway Valve in Shanghai. Die Aktien legten im Vergleich zum Ausgabepreis um bis zu 40 Prozent zu. Es war der erste große Börsengang auf dem chinesischen Festland seit über einem Jahr.

Positiv wirkte, dass Japans Regierung die konjunkturelle Lage in ihrem Land optimistischer als noch vor einem Monat bewertet. "Die Wirtschaft erholt sich mit moderater Geschwindigkeit", befand die Regierung am Freitag.

Vor einem Monat hatte sie sich noch etwas zurückhaltender geäußert. Damals hieß es, die Wirtschaft befinde sich auf dem Weg zu einer moderaten Erholung. Als Grund für die positivere Einschätzung nannte die Regierung den anziehenden Privatkonsum im Vorfeld der für April angekündigten Mehrwertsteuererhöhung. Außerdem investierten Firmen wieder mehr.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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