Börse Tokio
Schwacher Wochenstart für Nikkei

Die Tokioter Börse startete zunächst zuversichtlich, gab aber wegen fehlender Impulse die Gewinne weitgehend ab. Die Börsianer warten gespannt auf den Besuch des griechischen Regierungschefs Antonis Samaras bei Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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TokioDie asiatischen Aktienmärkte haben zum Wochenauftakt in einem weitgehend impulslosen Handel eine Verschnaufpause eingelegt. Die gestiegene Zuversicht auf ein entschiedenes Vorgehen in der Euro-Schuldenkrise hatte zuletzt bereits für Kursgewinne gesorgt. "Man kommt irgendwann an einen Punkt, an dem viele Investoren bezweifeln, dass die Kurse weiter steigen", sagte Analyst Stan Shamu von IG Markets. Sowohl der Tokioter Nikkei-Index als auch der pan-asiatische MSCI-Index ohne Japan hatten Anfang Juni ihre bisherigen Jahrestiefstände verzeichnet, sich zuletzt aber erholt. Der Euro notierte in Fernost kaum verändert bei 1,2330 Dollar.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index quasi unverändert bei 9171 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,15 Prozent auf 764 Zähler nach. Im Verlauf war der Nikkei zwischenzeitlich um 0,6 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit drei Monaten geklettert. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans verlor 0,2 Prozent.

Mit Spannung warten Marktteilnehmer auf den Besuch des griechischen Regierungschefs Antonis Samaras bei Bundeskanzlerin Angela Merkel am Ende der Woche. "Die Investoren hoffen, dass Merkel und Samaras eine gemeinsame Basis finden werden, wenn sie sich am Freitag treffen, um Fortschritte in der Euro-Krise zu machen", sagte Fumiyuki Nakanishi von SMBC Securities.

In Tokio profitierten Exporttitel indes vom schwächeren Yen. Ihre Gewinn verringerten sich im Verlauf aber deutlich. Die Aktien von Honda Motor schlossen noch 0,2 Prozent fester. Dagegen rutschte der Kurs des Baumaschinen-Herstellers Komatsu um gut ein Prozent ab. Die Analysten von Merrill Lynch hatten die Titel heruntergestuft. Die Aktien des Konkurrenten Hitachi Construction Machinery gaben 1,7 Prozent nach.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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