Börse Tokio
Schwarzer Donnerstag für den Nikkei

Mehr als sieben Prozent hat Nikkei-Index innerhalb eines Handelstages verloren. Gewinnmitnahmen, enttäuschende Konjunkturdaten aus China und ein Kursanstieg der japanischen Währung sind die Ursachen dafür.
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TokioNach dem Höhenflug der vergangenen Monate haben enttäuschende Konjunkturdaten aus China der Börse in Tokio einen Kurseinbruch eingebrockt. Der Leitindex Nikkei sackte am Donnerstag um 7,3 Prozent auf 14.483 Punkte ab, nachdem er am Vormittag zunächst noch auf den höchsten Stand seit fünfeinhalb Jahren geklettert war.

Das war der größte Verlust an einem Tag seit zwei Jahren. Der breiter gefasste Topix fiel um 6,9 Prozent auf 1188 Zähler. In den letzten beiden Handelsstunden geriet das Börsenbarometer dabei in einen regelrechten Abwärtsstrudel, weil die Akteure massiv Gewinne mitnahmen.

Auslöser des Ausverkaufs waren Gewinnmitnahmen nach schwachen Daten von der chinesischen Industrie, deren Geschäfte im Mai erstmals seit sieben Monaten schrumpften. “Die Abschwächung ist wirklich schlimm”, sagte Ken Peng, Ökonom von BNP Paribas SA in Peking. “Jetzt gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Chinas Wachstumsrate im zweiten Quartal unter dem ersten Quartal liegen wird.”

Der Anstieg des chinesischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) hatte sich im ersten Jahresviertel auf 7,7 Prozent verlangsamt. Im vergangenen Jahr war die Wirtschaft um 7,8 Prozent gewachsen. Das war die niedrigste Zuwachsrate in 13 Jahren.

Auch an den übrigen asiatischen Märkten ging es bergab, wenngleich die Rückgänge deutlich moderater ausfielen. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans lag 2,6 Prozent im Minus. Die Börse in Shanghai notierte 1,2 Prozent tiefer, der Markt in Hongkong 2,6 Prozent.

In Seoul schloss der Leitindex 1,2 Prozent im Minus. Die Börse in Sydney verlor zwei Prozent. Trotz des Kurseinbruchs in Tokio hat der Nikkei in diesem Monat immer noch zugelegt. Damit verbucht der Leitindex den zehnten Monat in Folge Gewinne. Das ist die längste Gewinnstrecke seit 1972.

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Japanische Währung schwankt stark

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  • "Fed-Chef Ben Bernanke hat die Märkte am Mittwoch verwirrt"
    Es ist schon erstaunlich, dass immer wieder ähnliche
    Gründe für Reaktionen genannt werden - erst für die Eine
    Richtung, dann für die Andere. Mir scheint es handelt sich
    um Alibis - man kann nicht zugeben, dass hinter der Geld-
    mengenausweitung nichts steht ausser heisse Luft. Die
    Spekulanten wissen das, leben aber davon - immer in der
    Angst den rechtzeitigen Ausstieg zu verpassen. Man muss
    sich fragen was denn passieren würde, wenn ein Offizieller
    mal die Wahrheit sagen würde, hart und unverblümt. Wenn
    man sich das nicht traut - was für ein Ende ist denkbar ?

  • Richtig so, die KGV Werte im Nikkei sind viel zu hoch.

  • Geht noch weiter. Nun 7,3% laut DB Indikation.

    CRASH !

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