Börse Tokio
Starker Yen belastet Exportwerte

Die Kurse an den japanischen Börsen geben am Donnerstag leicht nach. Der starke Yen belastet die Exportwerte. Die Yakult-Aktie bricht um zehn Prozent ein und fällt auf den tiefsten Stand seit vier Wochen.
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TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag keine gemeinsame Richtung gefunden. In Tokio gaben die Börsen leicht nach. Exportwerte standen hier unter Druck, weil der Yen zum Dollar an Wert gewann. Händler sprachen zudem von Gewinnmitnahmen, nachdem der Leitindex Nikkei seit Ende Oktober ein Fünftel zugelegt hatte. Die Erwartung weiterer Konjunkturmaßnahmen in Europa und China trieb die Börse in Shanghai an. Im Blickpunkt der Ölmärkte stand unterdessen die Entscheidung der Opec-Golf-Staaten vor einem Treffen des Kartells am Donnerstag, ihre Förderquoten nicht zu drosseln. Der Ölpreis gab nach.

Der Nikkei für die 225 führenden Werte in Tokio schloss 0,8 Prozent leichter auf einem Stand von 17.248 Punkten. Das Handelsvolumen war gering, auch weil sich die Anleger vor dem Thanksgiving-Feiertag in den USA zurückhielten. Die Wall Street bleibt am Donnerstag geschlossen und hat am Freitag nur eingeschränkte Handelszeiten. Der MSCI-Index asiatischer Werte ohne Japan tendierte am Donnerstag 0,4 Prozent höher. Die Börse in Shanghai notierte 0,9 Prozent höher.

Die Tokioter Anleger blickten vor allem auf die Aktien von Yakult, die um sechs Prozent einbrachen. Einem Medienbericht zufolge erwägt Danone einen Verkauf seines 20-Prozent-Pakets an dem Hersteller probiotischer Getränke. Aktien des Airbag-Produzenten Takata büßten 4,8 Prozent ein, weil das Unternehmen in den USA größere Probleme hat als bislang gedacht. Der Druck auf die Exportwerte ließ Canon 0,5 Prozent und Nissan 1,6 Prozent an Wert verlieren.

Der Preis für US-Rohöl sank um 1,2 Prozent auf 72,82 Dollar je Barrel. Zwischenzeitlich erreichte er mit 72,61 Dollar den tiefsten Stand seit mehr als vier Jahren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ob nun Japan oder EU, China oder USA, eines ist gewiß:
    sie alle haben zu hoch gepokert bei Geldpolitik, besser: was sie dafür hielten, fälschlicherweise.

    Japan hat zwar fast zwanzig Jahre verloren - übrigens bei Deflation nach jahrzehntelanger Geldschüttung -, was jedoch nicht davor bewahrt, weitere Jahrzehnte auf ähnliche Weise zu verlieren.

    Nur diesmal wird das Land nicht mehr allein dabei sein. Man darf sich guter Gesellschaft von USA, EU, China pp rühmen, wenn man am Boden herumkriecht, um noch ein paar Kurse mit der Lupe finden zu können.

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