Börse Tokio
Toyota überzeugt Anleger - Sharp knickt ein

Asiens Börsen haben einen guten Wochenstart hingelegt. Dazu haben erfreuliche Konjunkturdaten aus den USA sowie Quartalszahlen von Toyota beigetragen. Doch der Montag kennt einen großen Verlierer.
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TokioInvestoren gingen an Montag wieder stärker ins Risiko und sorgten für deutliche Kursgewinne. Auslöser waren der am Freitag vorgelegte US-Arbeitsmarktbericht, der besser ausfiel als erwartet, sowie neu aufkeimende Hoffnungen auf Hilfen der Zentralbanken der USA und der Euro-Zone. "Die Zeit ist da, um Mittel in Risikoanlagen umzuschichten, weil die Märkte an diesem Punkt nur noch sehr begrenzten Raum nach unten haben", sagte Fondsmanager Tetsu Emori von Astmax Investments in Tokio. Nun warten die Anleger auf eine Reihe von Konjunkturdaten aus China, die ab Donnerstag veröffentlicht werden.

In der vergangenen Woche hatten die Finanzmärkte mit Enttäuschung darauf reagiert, dass die US-Notenbank (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) zunächst keine Staatsanleihenkäufe zur Ankurbelung der Wirtschaft beziehungsweise zur Bekämpfung der Euro-Krise ankündigten. Emori erinnerte daran, dass die beiden Notenbanken aber ihre grundsätzliche Handlungsbereitschaft unterstrichen hätten. "Sie haben nie gesagt, dass sie nichts tun werden", betonte Emori. Ähnlich äußerten sich die Analysten von Barclays. "Wir gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit weiterer Zentralbankschritte hoch bleibt, vor allem in Europa", konstatierten sie.

In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index zwei Prozent höher mit 8726 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 1,6 Prozent auf knapp 736 Punkte. Zu den Kursgewinnen trugen auch starke Quartalszahlen des Autoherstellers Toyota, der seinen höchsten operativen Gewinn seit vier Jahren erzielt hatte. Toyota-Aktien schossen 2,5 Prozent in die Höhe. Die Kurse der heimischen Rivalen Honda und Mazda zogen 2,8 beziehungsweise 2,2 Prozent an. Weiter in den Keller rutschte dagegen der Kurs des Elektronikkonzerns Sharp, der 5,7 Prozent verlor. Das Unternehmen sah sich vergangene Woche zu einer deutlich schlechteren Geschäftsprognose gezwungen.

Wie in Tokio zeigten auch an anderen asiatischen Börsen die Indizes kräftig nach oben: Der MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans notierte 1,5 Prozent im Plus.

An den Devisenmärkten in Fernost kletterte der Euro zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit vier Wochen bei 1,2444 Dollar. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung mit 1,2384 Dollar.


Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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