Börse Tokio
Toyota und Tepco werfen Nikkei zurück

Am japanischen Aktienmarkt trauen sich die Investoren keine Positionierung mehr zu. So lange die Unklarheit über das Ausmaß der nuklearen Katastrophe unklar sind, erwarten Experten keine steigenden Kurse.
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TokioDie Unsicherheit über die Verstrahlung von Wasser und Lebensmitteln lähmt Japans Börse.

Die Anleger vermieden am Donnerstag größere Aktionen und dürften nach Einschätzung von Händlern vorsichtig bleiben, bis die Atom-Krise ausgestanden ist. „Der Markt hat zuletzt nur deswegen zugelegt, weil er in der vergangenen Woche überverkauft wurde, nicht, weil sich die Voraussetzungen verbessert hätten“, sagte Takashi Hiroki, Chefstratege bei Monex Securities. „Es ist unwahrscheinlich, dass wir in der nahen Zukunft weitere Gewinne erleben, es sei denn, es kommt ein Ende der nuklearen Krise in Sicht.“

Der Leitindex Nikkei notierte zum Handelsschluss 0,15 Prozent leichter bei 9.435 Zählern. Der breiter gefasste Topix Index schloss 0,8 Prozent im Minus bei 853 Zählern. Kleinere Baufirmen profitierten weiterhin von der Hoffnung auf Aufträge zum Wiederaufbau des schwer zerstörten Nordosten. Dagegen litten Autobauer wie Toyota darunter, dass sich Produktionskürzungen wegen Lieferengpässen häufen. Toyota-Aktien gaben 2,7 Prozent nach, nachdem der Autohersteller eine Unterbrechung seiner Fertigung auch in den USA angekündigt.

Der Kurs von Renesas Electronics Corp fiel um gut sechs Prozent, da drei Fabriken des weltweit fünftgrößten Chipherstellers schwer von dem Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen wurden. Heftig Federn lassen musste noch einmal der Betreiber der Unglücksreaktoren in Fukushima. Der Kurs von Tokyo Electric Power Co (Tepco) stürzte um 14 Prozent ab. Der Konzern nahm die Zusage einer Dividende zurück und schob die Entscheidung darüber auf die lange Bank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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