Börse Tokio
Ukraine-Krise drückt Nikkei ins Minus

Die Krise in Osteuropa sorgt auch an den Märkten Asiens für einen schlechten Start in die Woche. Die Börsianer warten gespannt auf die Reaktionen der Regierungen von Russland und der Ukraine. Die Indizes fallen.
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TokioDer japanische Aktienmarkt ist angesichts der andauernden Krise in der Ukraine mit Kursverlusten in die Woche gestartet. Nach dem international nicht anerkannten Referendum in der Ostukraine ließen die Anleger Vorsicht walten und hielten sich mit Käufen zurück. Nach Angaben der Separatisten sprach sich eine überwältigende Mehrheit für die Unabhängigkeit der betroffenen Regionen aus.

Börsianer warteten nun gespannt auf die Reaktionen der Regierungen der Ukraine und Russlands, sagte Masafumi Yamamoto, Chefstratege von Praevidentia Strategy. „Es könnte eine militärische Intervention Russlands geben oder mehr Militäraktionen der Ukraine, und der Westen könnte weitere Sanktionen gegen Russland verhängen.”

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,35 Prozent tiefer bei knapp 14.150 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,65 Prozent auf rund 1158 Zähler. Besonders stark bergab ging es mit der Aktie von DeNA, die 20 Prozent an Wert verlor. Der Handyspiele-Hersteller hatte eine Gewinnwarnung herausgegeben. In Tokio könne bis Juni die Vorsicht überwiegen, sagte Takuya Takahashi von Daiwa Securities. Es wird erwartet, dass Ministerpräsident Shinzo Abe dann die Einzelheiten seiner Pläne zur Konjunkturpolitik bekanntgibt.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent. In Seoul standen die Aktien von Samsung Electronics im Rampenlicht, die vier Prozent anzogen. Anleger spekulierten auf einen umfassenden Konzernumbau. Am Wochenende musste sich Samsung-Aufsichtsratschef Lee Kun Hee wegen eines Herzinfarktes einer Notoperation unterziehen.

An den Devisenmärkten in Fernost präsentierte sich der Euro mit 1,3763 Dollar wenig verändert. Zur japanischen Währung wurde der Dollar wurde mit 101,95 Yen gehandelt nach 101,79 Yen im späten US-Geschäft am Freitag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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