Börse Tokio
Ukraine-Krise verunsichert Anleger

Die Eskalation im Ukraine-Konflikt drückt am Freitag auch den japanischen Aktienmarkt ins Minus. Sony und Toyota stemmten sich indes gegen den Trend.
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TokioDie Verschärfung der Ukraine-Krise hat die Börse in Tokio zum Wochenschluss belastet. Anleger zeigten sich am Freitag verunsichert und zogen sich aus Aktien zurück. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik unter Ausschluss Japans sank um 0,1 Prozent. In Tokio ging der Nikkei mit einem Minus von 0,2 Prozent auf 15.424 Punkte aus dem Handel. Allerdings verzeichneten nicht alle Handelsplätze Verluste. So gewann die Börse in Shanghai 0,5 Prozent, während es mit dem Hongkonger Leitindex um 0,1 Prozent nach unten ging.

Die Hoffnung, dass sich japanische Investoren bei großen Unternehmen einkauften, dämmte die Verluste jedoch etwas ein. So legten Sony-Aktien 1,2 Prozent zu, Toyota gewannen 0,1 Prozent. Pioneer-Papiere verloren dagegen 2,7 Prozent an Wert. Zuvor hatte Sharp erklärt, die Verbindung zu Pioneer zu kappen und seinen Anteil zu verkaufen.

Auch wegen Konjunkturdaten der Euro-Zone hätten sich Investoren von riskanten Anlagen getrennt, schrieben die Analysten von Barclays. Von der Entwicklung konnte der Yen profitieren, der als sicherer Hafen gefragt war und um 0,1 Prozent zulegte. Gefragt waren nach wie vor deutsche Staatsanleihen. So sank die Rendite für Papiere mit einer zehnjährigen Laufzeit auf 0,87 Prozent.

Hintergrund sind Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik weiter lockern könnte, um eine Deflationsspirale zu verhindern. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ist es aber unwahrscheinlich, dass die Währungshüter in der kommenden Woche handeln, sofern die für Freitag erwarteten Zahlen zu den Verbraucherpreisen nicht deutlicher auf eine Inflation hindeuten.

Am Devisenmarkt legte der Yen leicht zu. Der Dollar gab zur japanischen Währung auf 103,70 Yen nach. Wegen der möglichen Lockerung der Geldpolitik gab auch der Euro nach. Er kostete 1,3166 Dollar und damit 0,1 Prozent weniger.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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