Börse Tokio
US-Daten bringen den Nikkei in Schwung

Am japanischen Aktienmarkt haben die Anleger vor allem die USA im Blick. Grund zur Zuversicht geben ihnen gestiegene Immobilienverkäufe. Doch der LCD-Hersteller Sharp verlor kräftig.
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Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag überwiegend Gewinne verbucht. Die Anleger setzten Händlern zufolge auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die japanische Zentralbank, nachdem zuvor bereits die US-Notenbank ihren extrem expansiven Kurs bekräftigt hatte.

In Japan trieb zudem ein schwächerer Yen-Kurs den Aktienhandel an. Die Gewinne hielten sich angesichts der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Berichtssaison der Unternehmen allerdings in Grenzen. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,1 Prozent fester bei 9055 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,1 Prozent auf 751 Zähler zu.

Auch die anderen asiatischen Aktienmärkte tendierten überwiegend im Plus: So stieg der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik um 0,3 Prozent. Gewinne verzeichneten die Börsenbarometer in Südkorea, Singapur und Australien, während die Handelsplätze in Hongkong, Taiwan und Shanghai Verluste verzeichneten.

In Tokio waren unter anderem Aktien des Mobilfunkbetreibers KDDI gefragt: Der Kurs kletterte um mehr als fünf Prozent. Das Unternehmen hatte zuletzt zwar weniger verdient, ist aber zuversichtlich, im kommenden Geschäftsjahr den Betriebsgewinn deutlich steigern zu können.

Aktien von Sharp verloren dagegen 4,2 Prozent. Die Zeitung "Nikkei" hatte berichtet, von April bis September könnte ein Minus von rund fünf Milliarden Dollar eingefahren worden sein - fast doppelt so viel wie prognostiziert.

In Seoul stachen die Papiere des Autobauers Hyundai Motor <005380.KS> hervor, der seinen Gewinn im dritten Quartal um 13 Prozent steigern konnte. Der Aktienkurs legte rund vier Prozent zu.

Bei den Devisen verzeichnete der Euro im asiatischen Handel leichte Gewinne: Die Gemeinschaftswährung stieg auf 1,3010 Dollar von 1,2967 im späten US-Handel. Grund waren Kursverluste der US-Währung, die zur japanischen Währung bei 79,95 Yen tendierte. Die US-Notenbank hatte zuvor mitgeteilt, ihrer extrem expansiven Geldpolitik treu zu bleiben.

Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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