Börse Tokio
US-Daten drücken Aktien in Asien

Investoren befürchten, dass die US-Notenbank ihre Konjunkturhilfen bald drosselt. Ein schwächerer Yen kommt den japanischen Exportunternehmen zugute.
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TokioÜberraschend starke Konjunkturdaten aus den USA haben die meisten asiatischen Aktienmärkte am Montag auf Talfahrt geschickt. Immer mehr Investoren befürchten, dass die US-Notenbank (Fed) angesichts der besseren Lage am Arbeitsmarkt noch in diesem Jahr mit dem Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik beginnt und das Volumen der monatlichen Staatsanleihekäufe herunterschraubt. Der Dollar legte zu vielen Währungen zu. Dies verhalf dem japanischen Aktienmarkt zu Kursgewinnen.

Der Nikkei schloss um 1,3 Prozent fester bei 14.269 Punkten, der breiter gefasste Topix legte 0,8 Prozent auf 1185 Zähler zu. Der Yen gab zum Dollar nach. Davon profitierten die Exportwerte: Die Honda-Aktien gewannen 1,7 Prozent, die Papiere der Technologiefirmen Tokyo Electron und Advantest legten zwischen 2,5 und 2,7 Prozent zu. "Investoren sind erleichtert darüber, dass die Erholung der US-Wirtschaft vorankommt", sagte Investmentstratege Tsuyoshi Nomaguchi von Daiwa Securities.

An anderen Börsen in Asien sorgte diese Aussicht aber eher für gedämpfte Stimmung. Der MSCI-Index für die asiatischen Aktienmärkte außerhalb Japans verlor 0,3 Prozent. In Indonesien, Taiwan und Südkorea gaben die Kurse nach. Ermutigende Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt schürten Ängste, dass nun Kapital aus Schwellenländern abgezogen werden könnte, erläuterten die Experten von Credit Agricole CIB. Fachleute halten es für möglich, dass die Fed schon bald den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik einleitet.

In China lagen die Märkte leicht im Plus. Der CSI300 legte gut 0,3 Prozent zu, der Index der Börse Shanghai notierte knapp 0,2 Prozent fester. Die Inflation in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft ist so hoch wie seit acht Monaten nicht, die Exporte laufen überraschend gut. Das schürte Spekulationen, dass die chinesische Notenbank ihre Zügel etwas anziehen könnte

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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