Börse Tokio
US-Daten helfen Aktienmarkt in Fernost

Am asiatischen Aktienmarkt spielen die Ergebnisse des Banken-Stresstest der EZB keine Rolle. Anleger interessieren sich mehr für den schwächeren Yen und Konjunkturdaten aus den USA. Die Börse tendiert fester.
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TokioPositive Konjunkturdaten aus den USA und Erleichterung über das Ergebnis des Banken-Stresstests der Europäischen Zentralbank haben den asiatischen Börsen zu Wochenbeginn leichten Auftrieb verschafft. Auch der Euro legte im fernöstlichen Handel zu.

„Nach den jüngsten Besorgnissen über die globalen Wachstumsaussichten beruhigen Daten wie der gestiegene Eigenheimverkauf in den USA und das solide Wirtschaftswachstum in Großbritannien die Anleger“, hieß es in einer Analyse von Barclays.

Ungeachtet des etwas besser als erwartet ausgefallenen Banken-Stresstests warnten Analysten vor Euphorie. Das Bankensystem der Eurozone sei weiter chronisch unprofitabel, hieß es etwa in einer KPMG-Einschätzung. Am Aktienmarkt in Tokio sorgte vor allem der schwächere Yen-Kurs für Nachfrage bei Exportwerten.

Der Kamerahersteller Canon legte um 0,8 Prozent zu. Nachbörslich korrigierte das Unternehmen seine Verkaufsprognose für das laufende Jahr für den wichtigen Geschäftsbereich der Spiegelreflexkameras auf 6,5 Millionen von ursprünglich erwarteten sieben Millionen Stück. Ohne den Währungseffekt eines schwächeren Yen hätte man die Prognose für das Jahresergebnis sogar nach unten revidieren müssen, erklärte Canon.

Großer Gewinner in Tokio war der Stromerzeuger Tepco, der nach einem Medienbericht über eine deutliche Gewinnsteigerung im Gesamtjahr um 17 Prozent zulegte. Der Nikkei-Index schloss 0,6 Prozent höher bei 15.388 Punkten. Der Index der wichtigsten asiatisch-pazifischen Börsen ohne Japan legte um 0,2 Prozent zu.

Der Euro stiegt zeitweise auf 1,2696 Dollar nach 1,2669 Dollar im späten Handel am Freitag in New York. Damit machte der Euro nach Bekanntgabe der Stresstest-Ergebnisse gegenüber seinem Zwei-Wochen-Tief vom Donnerstag weiter Boden gut.

Die EZB kam zu dem Ergebnis, dass die allermeisten Großbanken in der Euro-Zone für eine neue Finanzkrise gerüstet sind. Von den 130 Instituten patzten nur 25. Das Kapitalloch von insgesamt 25 Milliarden Euro ist zum größten Teil schon gestopft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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